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Autor: Andrea Schnitzler

wie sinnvoll sind augenvitamine bei AMD?

Augenvitamine bei Makuladegeneration: Wann ist AREDS2 sinnvoll?

Von Andrea Schnitzler, Diplom-Ökotrophologin und Heilpraktikerin · Stand: 6. November 2026

Nach der Diagnose einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) stellt sich schnell eine ganz praktische Frage: Können spezielle Augenvitamine helfen, das Sehvermögen möglichst lange zu erhalten?

Wer nach Antworten sucht, stößt rasch auf eine Flut an Nahrungsergänzungsmitteln mit Lutein, Zeaxanthin, Zink oder Omega-3-Fettsäuren. Doch Vorsicht: Nicht alles, was glänzend als „Nahrung für die Augen“ vermarktet wird, hat bei AMD einen nachgewiesenen Nutzen.

Es gibt jedoch eine Nährstoffkombination, für die tatsächlich handfeste Studiendaten vorliegen: die AREDS2-Formel. Sie kann das Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung bei ganz bestimmten AMD-Stadien senken. Ob sie für Sie infrage kommt, hängt allerdings vom genauen Befund Ihrer Netzhaut, der passenden Dosierung und möglichen Wechselwirkungen ab.

Was steckt genau in der AREDS2-Formel?

Die Abkürzung AREDS steht für Age-Related Eye Disease Study. In zwei großen US-amerikanischen klinischen Studien wurde akribisch untersucht, ob bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Carotinoide den Verlauf einer AMD verlangsamen können.

Die heute maßgebliche AREDS2-Kombination setzt sich aus folgenden Tagesdosen zusammen:

Inhaltsstoff Tagesmenge

Vitamin C 500 mg
Vitamin E 400 Internationale Einheiten (IE)
Lutein 10 mg
Zeaxanthin 2 mg
Zink 80 mg
Kupfer 2 mg

Wichtiger Hinweis: Diese Mengen stammen exakt aus der Studienformel und sind keine Empfehlung zur pauschalen Selbstmedikation. Die Dosierungen liegen teils weit über dem, was wir normal mit der Nahrung aufnehmen. Das Kupfer wurde der Mischung gezielt beigefügt, um einem durch das hoch dosierte Zink drohenden Kupfermangel vorzubeugen. [1, 2]

Gut zu wissen: Lutein und Zeaxanthin sind streng genommen keine Vitamine, sondern Carotinoide – natürliche Pflanzenfarbstoffe, die direkt im Makulapigment unserer Netzhaut vorkommen.

Bei welcher Makuladegeneration helfen AREDS2-Präparate?

Die Ergebnisse der Studien sind klar abgegrenzt:

Intermediäre AMD (mittleres Stadium): Hier zeigen die Daten den überzeugendsten Nutzen.

Einseitig fortgeschrittene AMD: Ist ein Auge bereits stark betroffen und das zweite Auge gefährdet, ist die Einnahme empfehlenswert.

Geografische Atrophie (späte trockene AMD): Hier kommt die Supplementierung je nach individuellem Befund ebenso in Betracht. [1, 5, 6]

Kein Nutzen ohne Befund: Für Menschen ohne AMD oder mit einer lediglich frühen AMD ist kein Nutzen nachgewiesen. AREDS2-Tabletten schützen nicht präventiv vor dem Entstehen einer Makuladegeneration. [1, 2]

Praxis-Tipp: Die bloße Unterscheidung in „trocken“ oder „feucht“ reicht nicht aus, um über eine Einnahme zu entscheiden. Fragen Sie Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt gezielt:

„Welches AMD-Stadium liegt an jedem meiner Augen genau vor – und profitiere ich persönlich von AREDS2?“

(Grundlagen zu Symptomen, Untersuchungsmethoden und weiteren Therapien finden Sie auch in meinem Beitrag: Makuladegeneration: Symptome, Behandlung und Alltag.)

Lutein und Zeaxanthin: Wie viel ist sinnvoll?

Diese beiden Pflanzenfarbstoffe stecken natürlicherweise in grünem Blattgemüse und schützen als Pigmente die Makula. Doch von der biologischen Funktion im Auge lässt sich nicht automatisch auf den therapeutischen Nutzen jeder beliebigen Kapsel schließen.

In AREDS2 wurden exakt 10 mg Lutein und 2 mg Zeaxanthin täglich getestet. Das bedeutet:

Eine höhere Dosis bringt nicht automatisch mehr.

Ein beliebiges Lutein-Einzelpräparat hat keineswegs dieselbe Wirkung wie das komplette AREDS2-Zusammenspiel. [2, 3]

Die Wissenschaft hat hier eine interessante Entwicklung genommen: In der ersten Auswertung der AREDS2-Studie brachte der Zusatz von Lutein/Zeaxanthin zur älteren AREDS-Formel noch keinen statistisch eindeutigen Gesamtvorteil. Erst spätere Langzeitbeobachtungen zeigten, dass der Austausch von Beta-Carotin durch Lutein und Zeaxanthin nicht nur sicherer ist, sondern auch einen kleinen, statistisch signifikanten Vorteil gegen das Fortschreiten zur späten AMD bietet. [3, 4]

Warum wurde Beta-Carotin aus der AREDS2-Formel gestrichen?

Die frühere AREDS-Mischung nutzte noch Beta-Carotin. Große Studien zeigten jedoch, dass hochdosiertes Beta-Carotin als Nahrungsergänzung das Lungenkrebsrisiko bei (ehemaligen) Raucherinnen und Rauchern erhöht. Aus Sicherheitsgründen wurde es in der AREDS2-Formel vollständig durch Lutein und Zeaxanthin ersetzt. [2, 4]

Entwarnung für den Kochtopf: Das ist kein Grund, auf Karotten, Kürbis oder Gemüse zu verzichten! Die Warnung gilt ausschließlich für hochdosierte Kapselform, keineswegs für eine gesunde Ernährung.

Helfen Augenvitamine auch bei fortgeschrittener trockener AMD?

Hier gibt es wichtige neue Erkenntnisse: Eine 2024 veröffentlichte Nachanalyse der AREDS- und AREDS2-Daten untersuchte Augen mit geografischer Atrophie – eine Form der späten trockenen AMD, bei der Netzhautzellen langsam absterben. Besonders kritisch wird es, wenn diese Schäden die Fovea erreichen, das Zentrum unseres schärfsten Sehens.

Das Ergebnis: Bei Augen, deren Fovea noch intakt war, verlangsamte die Einnahme von Lutein und Zeaxanthin (bzw. Antioxidantien) das Vorrücken der Atrophie in Richtung Sehzentrum. Die Gesamtausbreitung der Gewebeschäden über die ganze Netzhaut änderte sich dadurch zwar nicht signifikant, aber der Schutz der Sehmitte ist ein wertvoller Anhaltspunkt. [5]

Wichtig: Dies ist kein Wundermittel, das zerstörtes Gewebe nachwachsen lässt. Zudem basiert die Erkenntnis auf einer nachträglichen Datenauswertung (Post-hoc-Analyse). Ob AREDS2 in Ihrem konkreten Stadium sinnvoll ist, gehört in die Hände Ihres Augenarztes. Die aktuellen Leitlinien der American Academy of Ophthalmology berücksichtigen diesen Punkt bei der Empfehlung. [6]

Sind Omega-3-Kapseln oder extra Zink sinnvoll?

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): In AREDS2 wurde geprüft, ob Omega-3-Kapseln einen Zusatznutzen bringen. Das Ergebnis war ernüchternd: Ein zusätzlicher Schutz vor dem Fortschreiten der AMD ließ sich nicht nachweisen. [3, 4] (Fisch bleibt gesund und wertvoll auf dem Teller – als gezielte AMD-Kapseltherapie ist er aber wissenschaftlich nicht belegt.)

Zink-Dosierung: Neben den klassischen 80 mg Zink wurde eine reduzierte Dosis von 25 mg getestet. Ein statistisch signifikanter Unterschied in der Wirkung zeigte sich dabei nicht. Dennoch gilt die hohe Dosis als Referenz, da nur sie in der ursprünglichen placebokontrollierten AREDS-Studie positiv getestet wurde. [1, 2]

Da hohe Zinkmengen die Kupferaufnahme im Körper blockieren können, sollte Zink niemals unkontrolliert zusätzlich eingenommen werden.

 

Was kann die Ernährung beitragen?

So wertvoll AREDS2 bei passendem Befund ist: Die tägliche Ernährung bleibt das Fundament.

Grünes Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat oder Feldsalat liefert natürliches Lutein und Zeaxanthin. Eine bunte Ernährung versorgt den Körper zudem mit Begleitstoffen, die keine Kapsel nachbauen kann. Allerdings: Die extrem hohen Dosen der AREDS2-Studienformel lassen sich über den Essteller allein nicht erreichen. [2]

(Mehr alltagsnahe Anregungen dazu finden Sie in meinem Beitrag: Was darf ich bei Makuladegeneration eigentlich  essen?)

AREDS-Inhaltsstoffe im Video
Wenn Sie Informationen lieber visuell aufnehmen: In meinem Video erkläre ich die AREDS-Inhaltsstoffe noch einmal anschaulich. Achten Sie beim Kauf eines heutigen Präparats stets darauf, dass es der modernen AREDS2-Zusammensetzung entspricht.

Mein Fazit: Gezielter Einsatz statt Gießkannenprinzip
Die AREDS2-Formel ist eine wissenschaftlich hervorragend untersuchte Nährstoffkombination – aber eben keine Pauschallösung für jeden Menschen mit Makuladegeneration.

Ob die Einnahme Sinn macht, entscheidet sich einzig an Ihrem Netzhautbefund. Zudem ersetzt die Formel weder regelmäßige Kontrollen noch notwendige medizinische Behandlungen (wie Injektionen bei der feuchten AMD).

Als Diplom-Ökotrophologin und Heilpraktikerin unterstütze ich Sie gerne dabei, Ihre Ernährung, bestehende Präparate und Ihre Fragen strukturiert für das nächste Arztgespräch vorzubereiten. Die finale Entscheidung zur Einnahme gehört immer in die Hände Ihrer Augenärztin oder Ihres Augenarztes.

👉 Mehr über meine Begleitung bei Makuladegeneration erfahren

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle medizinische Diagnose, Beratung oder Therapie. Beginnen oder verändern Sie hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrer behandelnden Fachperson. Sollten Sie neue Verzerrungen, dunkle Flecken oder eine rasche Sehverschlechterung bemerken, suchen Sie bitte umgehend augenärztliche Hilfe auf.

Quellen
National Eye Institute (NEI): AREDS/AREDS2 Clinical Trials, aktualisiert 22. Oktober 2025.

National Eye Institute: AREDS/AREDS2 Frequently Asked Questions.

AREDS2 Research Group: Lutein + zeaxanthin and omega-3 fatty acids for age-related macular degeneration: The AREDS2 randomized clinical trial. JAMA, 2013.

Chew EY et al.: Long-term Outcomes of Adding Lutein/Zeaxanthin and ω-3 Fatty Acids to the AREDS Supplements. JAMA Ophthalmology, 2022.

Keenan TDL et al.: Oral Antioxidant and Lutein/Zeaxanthin Supplements Slow Geographic Atrophy Progression to the Fovea in Age-Related Macular Degeneration. Ophthalmology, online 2024, Band 2025.

American Academy of Ophthalmology: Age-Related Macular Degeneration Preferred Practice Pattern, aktualisiert 2026.

Was darf ich bei Makuladegeneration essen?

Was darf ich bei AMD essen?

Ernährung & AMD · Andrea Schnitzler

Was darf ich bei AMD essen? Die wichtigsten Lebensmittel für Ihre Makula

Juni 2026 👁 AMD & Ernährung ⏱ ca. 6 Min. Lesezeit

Was darf ich bei AMD essen? — Das ist die Frage, die ich fast täglich höre. Gleich nach der Diagnose. Und sie ist absolut berechtigt.

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, welche Lebensmittel Ihre Makula wirklich schützen – und warum das so wirkt.

Ernährung bei AMD
Lutein & Zeaxanthin
Antientzündlich essen
Omega-3
Makulaschutz
Lebensmittel bei AMD – Grünes Gemüse für die Makula

Seit über 17 Jahren befasse ich mich intensiv mit dem Thema Ernährung und Makuladegeneration. Nicht nur in der Theorie — sondern täglich in meiner Praxis in Erkelenz, im direkten Gespräch mit betroffenen Menschen.

Und ich habe gelernt: Was täglich auf dem Teller liegt, ist alles andere als nebensächlich.

Keine Zeit zum Kochen, schnell eine Fertigpizza in den Ofen — kennen Sie das? Ein bisschen übertrieben vielleicht, aber ehrlich gesagt geht es vielen Menschen im Alltag genau so. Und das ist kein Vorwurf. Es ist der Grund, warum ich Ihnen in diesem Artikel zeigen möchte, wie einfach es sein kann.

Denn Ernährung ist einer der wirksamsten Hebel, den Sie selbst in der Hand haben.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Nährstoffe Ihre Augen wirklich brauchen, welche Lebensmittel stille Entzündungen befeuern — und wie Sie das ganz einfach in Ihren Alltag integrieren können. Ohne teure Superfoods. Ohne aufwendige Zubereitung.

Das Wichtigste vorab

Ernährung bei AMD ist kein Wundermittel. Aber sie ist ein wissenschaftlich gut belegter Baustein – besonders bei der trockenen AMD, wo es kein Medikament gibt, das heilt. Umso mehr zählt, was Sie täglich essen.

Warum hat Ernährung überhaupt Einfluss auf die Makula?

Die Makula – der kleine zentrale Bereich Ihrer Netzhaut, der für scharfes Sehen zuständig ist – hat einen extrem hohen Stoffwechsel. Licht wird verarbeitet, Sehzellen täglich erneuert, Abfallstoffe müssen abtransportiert werden. Das kostet viel Energie.

Und wo viel Energie produziert wird, entstehen freie Radikale – aggressive Sauerstoffmoleküle, die Zellen schädigen. Man nennt das oxidativen Stress. Er ist einer der Haupttreiber der AMD.

Gleichzeitig spielen stille Entzündungen eine wichtige Rolle. Diese Entzündungen machen keine Schmerzen – aber sie schwelen dauerhaft im Körper und greifen die feinen Gefäße der Netzhaut an. Eine gezielte antientzündliche Ernährung kann genau dort ansetzen.

Besonders wichtig sind dabei:

  • Lutein und Zeaxanthin – gelbe Pflanzenpigmente, die sich in der Makula anreichern können
  • Omega-3-Fettsäuren, vor allem DHA und EPA
  • Vitamin C, Vitamin E und weitere Antioxidantien
  • Zink, Selen und andere Spurenelemente
  • Ballaststoffe und pflanzliche Begleitstoffe für Darm, Stoffwechsel und Entzündungsregulation

Entscheidend ist dabei nicht ein einzelnes „Wunderlebensmittel“. Entscheidend ist das Ernährungsmuster, das Sie Woche für Woche wiederholen.

Die wichtigsten Lebensmittel bei AMD – und warum sie wirken

① Grünes Blattgemüse

Grünkohl, Spinat und Brokkoli gehören zu den besten natürlichen Quellen für Lutein und Zeaxanthin – die Pigmente, die sich direkt in der Makula einlagern und als natürliche Sonnenbrille gegen schädliches blaues Licht wirken. Auch Feldsalat, Mangold und Rucola liefern wertvolle Pflanzenstoffe.

Tipp: Immer mit etwas Fett kombinieren – z.B. Olivenöl, Leinöl nach dem Garen, Ei oder Avocado. Lutein ist fettlöslich.

② Fetter Fisch

Lachs, Makrele, Hering und Sardinen liefern EPA und DHA – zwei Omega-3-Fettsäuren, die für die Netzhaut besonders interessant sind. DHA ist ein wichtiger Bestandteil der Photorezeptoren.

Omega-3 ist wertvoll für Ernährung, Gefäße und Entzündungsbalance – Omega-3-Kapseln allein sind jedoch keine nachgewiesene AMD-Therapie.

Praktisch: 1–2-mal pro Woche fetter Fisch ist ein guter Anfang. Auch aus der Dose.

③ Walnüsse & Kürbiskerne

Walnüsse liefern pflanzliches Omega-3, Vitamin E und wertvolle Pflanzenstoffe. Kürbiskerne gehören zu den guten pflanzlichen Zinkquellen.

Hochdosiertes Zink sollte individuell geprüft werden – besonders wenn bereits Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Praktisch: Eine kleine Handvoll täglich – über dem Frühstück oder im Salat.

④ Eier

Eier enthalten Lutein und Zeaxanthin im Eigelb. Der besondere Vorteil: Diese Pflanzenstoffe liegen in einer fettreichen Matrix vor und können deshalb gut aufgenommen werden.

Dazu liefern Eier hochwertiges Eiweiß, Vitamin B12 und weitere Nährstoffe.

Praktisch: Mehrmals pro Woche. Bei Fettstoffwechselstörungen individuell abstimmen.

⑤ Blaubeeren & Beeren

Blaubeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Himbeeren liefern Anthocyane und andere Polyphenole – interessant für Gefäße und Zellschutzprozesse.

Beeren sind sehr wertvoll im Rahmen einer gesunden Ernährung – aber keine spezifisch bewiesene AMD-Therapie.

Praktisch: Tiefgekühlte Beeren sind genauso gut wie frische.

⑥ Hülsenfrüchte

Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Erbsen liefern Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß, Folat und Mineralstoffe.

Besonders wertvoll: Hülsenfrüchte lassen den Blutzucker langsamer ansteigen als Weißbrot oder Süßigkeiten – das entlastet Gefäße und Stoffwechsel.

Praktisch: Günstig, sättigend und lassen sich für zwei Tage vorkochen.

Genauso wichtig: die falschen Lebensmittel reduzieren.

Diese drei Hauptverursacher stiller Entzündungen sollten Sie kennen:

  • Zucker und Weißmehl: Lassen den Blutzucker schnell ansteigen – das fördert Entzündungen in den feinen Gefäßen der Netzhaut.
  • Transfette aus Fertiggebäck und Margarine: Stören das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Fettsäuren. Auf der Zutatenliste: „gehärtete Fette“.
  • Rauchen: Der mit Abstand stärkste bekannte Risikofaktor für AMD. Raucher erkranken im Schnitt 10 Jahre früher.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine augenärztliche Verlaufskontrolle. Ernährung ist ein wichtiger Baustein – aber kein Ersatz für die regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt.

Und was ist mit AREDS2-Präparaten?

Viele Menschen mit AMD stoßen irgendwann auf sogenannte AREDS2-Präparate – spezielle Kombinationen aus Vitamin C, Vitamin E, Zink, Kupfer, Lutein und Zeaxanthin.

Wichtig ist: Diese Präparate ersetzen kein Gemüse, keine ausgewogene Mahlzeit und keine augenärztliche Kontrolle. Sie können aber bei bestimmten AMD-Stadien sinnvoll sein – vor allem bei intermediärer AMD oder wenn bereits ein Auge stärker betroffen ist.

Die Augen-Ernährungs-Ampel – Ihre Übersicht für die Küche

TÄGLICH EMPFOHLEN – Diese Lebensmittel schützen Ihre Makula
Grünkohl, Spinat, BrokkoliLutein & ZeaxanthinUnterstützen die Makula und den Schutz vor oxidativer Belastung Mit etwas Öl dünsten – erhöht die Aufnahme

Lachs, Makrele, HeringOmega-3 EPA & DHADHA ist ein wichtiger Bestandteil der Photorezeptoren 2–3× pro Woche, auch aus der Dose

Walnüsse, KürbiskerneOmega-3, Vitamin E, ZinkAntioxidativer Schutz, Stoffwechsel und Netzhautstruktur 1 Handvoll täglich reicht

🥚
Eier (Freilandhaltung)Lutein im EigelbGute Bioverfügbarkeit durch die fettreiche Matrix💡 Weich gekocht bevorzugen

🫑
Bunte Paprika, Kiwi, ZitrusfrüchteVitamin CUnterstützt antioxidative Schutzsysteme und feine Gefäße💡 Frisch essen – Hitze zerstört Vitamin C

🌿
Leinöl, OlivenölPflanzliches Omega-3Unterstützen eine antientzündliche Ernährungsweise💡 Leinöl nie erhitzen – kalt verwenden!

🫘
Linsen, Kichererbsen, BohnenZink, Folsäure, BallaststoffeStabilerer Blutzucker, Darmgesundheit, Sättigung💡 Für 2 Tage vorkochen – günstig & sättigend

🫐
Blaubeeren, JohannisbeerenAnthocyaneStärken Netzhautgefäße💡 TK-Beeren genauso wertvoll wie frische

🟡 GELEGENTLICH – In Maßen in Ordnung
🌾
Vollkornbrot, VollkornreisBesser als WeißmehlBlutzucker stabiler als Weißmehl💡 Täglich ok, nicht im Übermaß

🍗
Geflügel, mageres FleischProteinNeutral – als Beilage gut💡 Max. 2–3× pro Woche

🍫
Dunkle Schokolade (>70% Kakao)FlavonoideIn kleinen Mengen antioxidativ💡 1–2 Stücke – mehr ist nicht besser

🔴 BESSER MEIDEN – Diese Lebensmittel belasten Ihre Makula
🍞
Weißbrot, Weißmehl, ZuckerBlutzuckerspitzenFördern stille Entzündungen💡 Durch Vollkorn ersetzen

🧁
Transfette, Fertiggebäck, MargarineEntzündungsförderndStören Omega-3/6-Gleichgewicht💡 „Gehärtete Fette“ auf Zutatenliste meiden

🥤
Limonaden, Fruchtsäfte (industriell)Purer ZuckerKein Nährwert, hohe Zuckerlast💡 Wasser, Kräutertee, stille Schorle

🚬
RauchenStärkster AMD-RisikofaktorSchädigt Makula-Gefäße massiv💡 Kein Kompromiss – sofort aufhören

Ein Tipp, den Sie heute noch umsetzen können

Sie müssen nicht alles auf einmal ändern. Fangen Sie morgen früh an:

🥣 Das AMD-Frühstück – fertig in 10 Minuten

Enthält Lutein, Zeaxanthin, Omega-3 und Vitamin E – alles auf einmal.

  • 🌾 40 g Haferflocken + 40 g Haferkleie in Wasser – 5 Minuten köcheln
  • 🫙 1 EL Leinsamenschrot oder/und Chiasamen einrühren
  • 🫐 Handvoll Blaubeeren (frisch oder TK) obendrauf
  • 🌰 Kleine Handvoll Walnüsse darüber
  • 🌿 1 TL Leinöl – erst nach dem Kochen! Nie erhitzen.

Und das ist erst der Anfang

Ernährung bei AMD soll Sie nicht belasten. Es ist eine Einladung, wieder selbst aktiv zu werden. In meiner Praxis erlebe ich seit über 17 Jahren, wie Menschen durch gezielte Ernährungsumstellung nicht nur etwas für ihre Sehkraft tun, sondern sich insgesamt vitaler und klarer fühlen. Erholsamer schlafen und als Nebeneffekt auch an Gewicht verlieren.

Möchten Sie tiefer einsteigen?

In meinen Webinaren und Online-Kursen erkläre ich, wie Sie Ihre Ernährung individuell auf Ihren AMD-Befund abstimmen können – und welche Blutwerte Sie wirklich kennen sollten.

  • 📚 Mein Buch „MAKULA…WAS?“ – Grundlagenwissen zu AMD
  • 🎓 Online-Kurse & Webinare zu Ernährung, Blutwerten und AMD-Begleitung
  • 📋 Kostenlose AMD-Blutwert-Checkliste für Ihr nächstes Arztgespräch
  • 👁 Persönliche Ernährungsberatung – Naturheilzentrum Schnitzler, Erkelenz
Andrea Schnitzler – Heilpraktikerin und Diplom-Ökotrophologin

Andrea Schnitzler
Dipl.-Ernährungswissenschaftlerin & Heilpraktikerin · Naturheilzentrum Schnitzler, Erkelenz

Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass ernährungstherapeutische Ansätze im Zusammenhang mit Makuladegeneration nicht in jedem Fall schulmedizinisch anerkannt sind. Die Inhalte dienen der Information und ersetzen keine augenärztliche Diagnose, Verlaufskontrolle oder notwendige medizinische Therapie.

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So sehen Menschen mit AMD in einem fortgeschrittenen Zustand die Welt.

Was Sie selbst bei Makuladegeneration tun können

Viele Menschen mit Makuladegeneration hören beim Augenarzt vorwiegend eines: „Wir beobachten das.“ Deshalb möchten sie wissen, was Sie selbst bei Makuladegeneration machen können. Für Betroffene fühlt sich das oft an, als müssten sie abwarten und zusehen, wie sich die Sehkraft verändert. Gleichzeitig kursieren im Internet zahllose Tipps, Wundermittel und Versprechungen – von speziellen Kapseln bis zu „geheimen“ Therapien.

In diesem Beitrag geht es um das, was realistisch ist:

  • Was können Sie selbst bei Makuladegeneration tun?

  • Was sollten Sie eher vermeiden, damit Ihre Makula nicht zusätzlich belastet wird?

  • Welche Rolle spielen Ernährung, Lebensstil, Vitamine und Blutwerte?

  • Und wo können naturheilkundliche Verfahren wie Augenakupunktur ergänzend unterstützen?

Die Informationen ersetzen keine augenärztliche Behandlung. Sie sollen Ihnen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Ihre Augen nicht nur „verwaltet“, sondern aktiv begleitet zu wissen.

Was kann man gegen Makuladegeneration tun – jenseits von Spritzen und Kontrollen?

Zuerst eines ganz klar: Diese Erkrankung haben Sie sich nicht „selbst eingebrockt“. Gleichzeitig sind Sie ihr aber auch nicht schutzlos ausgeliefert.

In meiner Arbeit mit Menschen, die an Makuladegeneration leiden, haben sich fünf wichtige Stellschrauben gezeigt, an denen Sie selbst aktiv drehen können:

Ernährung

Lebensmittel, die Entzündungen fördern, reduzieren – und solche, die Ihre Augen schützen, bewusst stärken.

Stoffwechsel & Blutwerte

Entzündungsmarker, Vitamine und bestimmte Stoffwechselparameter im Blick behalten – statt nur den Augenhintergrund zu betrachten.

Rauchen & Gefäßgesundheit

Jede Zigarette schadet der Durchblutung der Netzhaut. Jeder Verzicht ist ein Gewinn für Ihre Augen – in jedem Stadium.

Licht & Bildschirmgewohnheiten

Schutz vor grellem, ungefiltertem Licht und sinnvolle Pausen bei Bildschirmarbeit entlasten die hochaktiven Zellen der Makula.

Stress, Schlaf & Lebensstil

Regeneration ermöglichen, statt Körper und Nervensystem dauerhaft im Alarmmodus zu halten.

„Eigentlich müsste Ihre Sehkraft schlechter sein – was auch immer Sie machen, machen Sie bitte genauso weiter.“

Solche Rückmeldungen höre ich immer wieder von Augenärzten, wenn Patienten diese Stellschrauben konsequent nutzen.

Das ist kein Heilversprechen. Aber es zeigt, dass sich Engagement für die eigene Augengesundheit lohnen kann.

 

Was sollte man bei Makuladegeneration nicht tun?

Viele Betroffene suchen nach der einen Tablette oder dem „Wundermittel“. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Frage:

„Was sollte ich lieber vermeiden, damit meine Makula nicht noch zusätzlich belastet wird?“

Typische Belastungsfaktoren bei Makuladegeneration sind:

  • Rauchen – einer der stärksten, gut untersuchten Risikofaktoren für AMD. Es schädigt Gefäße und die Durchblutung der Netzhaut.
  • Dauerhaft stark verarbeitete Ernährung – viel Zucker, Weißmehl, Transfette und Frittiertes fördern Entzündungen und oxidativen Stress.
  • Bewegungsmangel – bremst Durchblutung und Stoffwechselregulation, auch im Augenbereich.
  • Chronischer Stress ohne Ausgleich – erhöht Entzündungsprozesse im Körper, von denen auch die Makula betroffen sein kann.
  • Ungenügender Lichtschutz – grelles, ungefiltertes Licht setzt die empfindlichen Netzhautstrukturen zusätzlich unter Stress. Eine gute Sonnenbrille oder spezielle Filtergläser können hier entlasten.
  • Unkritischer Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln – „viel hilft viel“ gilt hier nicht. Ohne Blick auf Blutwerte und Medikamente können Präparate wirkungslos oder sogar problematisch sein.

Sie müssen nicht „perfekt“ sein. Aber jeder Schritt weg von diesen Belastungsfaktoren ist ein Schritt hin zu besseren Bedingungen für Ihre Netzhaut – und damit eine wichtige Unterstützung für Ihre Augengesundheit.

Ernährung bei Makuladegeneration – was tut Ihren Augen gut?

Die Makula ist ein Hochleistungsgewebe, das täglich enorme Arbeit leistet. Sie profitiert von einer Ernährung, die:

  • entzündungshemmend wirkt,

  • reich an antioxidativen Pflanzenstoffen ist

  • und den Blutzucker möglichst stabil hält.

Was tut Ihren Augen gut?

  • Viel Gemüse, besonders grünes Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl, Mangold – und farbiges Gemüse wie Paprika oder Kürbis.

  • Obst in Maßen, insbesondere Beeren mit ihrem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.

  • Gute Fette wie hochwertiges Olivenöl, Nüsse und – wenn Sie es vertragen – fetter Seefisch.

  • Eiweißquellen, die den Blutzucker nicht stark ansteigen lassen.

  • Genügend Flüssigkeit, vor allem Wasser oder ungesüßten Tee.

Was sollten Sie eher selten essen?

  • stark gezuckerte Lebensmittel (Süßigkeiten, Softdrinks, süße Backwaren),

  • viel Weißmehl (Brötchen, Kuchen, helle Pasta),

  • frittierte Produkte, Chips, billige Backfette,

  • stark verarbeitete Fertiggerichte und Wurstwaren.

Beim Thema Eier kommt die Frage oft auf:
Sie enthalten Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin, aber auch Cholin, Vitamin A, D, E und Zink. Ob und in welcher Menge Eier für Sie sinnvoll sind, hängt jedoch von Ihrer individuellen Stoffwechselsituation und Ihren Blutwerten ab. Pauschale Empfehlungen greifen hier zu kurz – sinnvoller ist der Blick auf Ihre persönliche Gesamtsituation.

Einen Überblick über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Hilfen für den Alltag finden Sie auf meiner Seite Makuladegeneration verstehen und selbst aktiv werden.

Mein Buch „MAKULA…WAS?“ – Ihr Begleiter für den Alltag mit AMD

Wenn Sie tiefer verstehen möchten, was bei Makuladegeneration im Auge passiert – und wie Sie mit Ernährung,
Blutwerten und Lebensstil selbst aktiv werden können – ist mein Buch „MAKULA…WAS?“ ein guter nächster Schritt.

  • verständlich erklärt, was in der Makula geschieht,
  • welche Rolle Ernährung, Entzündungen und Stoffwechsel spielen,
  • welche Blutwerte bei AMD besonders interessant sind,
  • und wie Sie Schritt für Schritt Ihren Alltag augenfreundlicher gestalten können.

Das Buch ist kein „Wundermittel“, sondern ein praktischer Leitfaden, der Sie dabei unterstützt, fundierte Entscheidungen zu treffen und Ihre Augengesundheit nicht mehr nur passiv „über sich ergehen zu lassen“.

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Alls, was Sie wissen müssen, wenn Sie von AMD betroffen sind.


Zum Buch „MAKULA…WAS?“

Vitamine, Lutein & Nahrungsergänzung – was bringt wirklich etwas?

Wer nach Makuladegeneration sucht, stößt schnell auf Versprechen wie „das beste Präparat gegen AMD“ oder „die idealen Augenvitamine“.

Wichtige Punkte in Kürze:

Lutein und Zeaxanthin

  • sind Bestandteile des Makulapigments,

  • wirken wie eine Art natürliche „Sonnenbrille“ im Auge,

  • filtern kurzwelliges Licht und helfen, freie Radikale abzufangen.

Sie können über:

  • Nahrung (z. B. grünes Blattgemüse, Mais, Eigelb)

  • oder geeignete Nahrungsergänzungskombinationen (z. B. AREDS2-orientiert)

zugeführt werden.

Wichtiger als die Suche nach der „Wunderkapsel“ ist jedoch eine regelmäßige, gut eingebettete Versorgung – im Rahmen einer insgesamt entzündungsarmen Ernährung.

Welche Vitamine sind sonst wichtig?

Häufig im Fokus:

  • Vitamin C und E als antioxidative Vitamine,

  • bestimmte B-Vitamine (z. B. bei erhöhtem Homocystein),

  • Vitamin D im Kontext von Entzündungs- und Immunlage.

Welche Vitamine in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt von Ihren Blutwerten, Vorerkrankungen, Medikamenten und Ihrer Ernährung ab.

Darum ist es sinnvoll, Nahrungsergänzungen individuell zu planen – statt auf allgemeine Werbeaussagen zu vertrauen.

Nahrungsergänzung – sinnvoller Schutz oder teure Unsicherheit?

Wann Nahrungsergänzung sinnvoll sein kann

  • wenn ein klarer Mangel besteht,
  • wenn die Ernährung bestimmte Stoffe nicht ausreichend liefert,
  • bei speziellen Stoffwechselsituationen oder erhöhtem Bedarf.

Wann Nahrungsergänzung problematisch werden kann

  • wenn dieselben Vitamine über mehrere Präparate doppelt oder dreifach eingenommen werden,
  • wenn Dosierungen nicht passen,
  • wenn es zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen kann.

Mein Tipp:

  • nicht nur das Werbeversprechen anschauen,
  • sondern Qualität, Zusammensetzung und Dosierung prüfen,
  • und – wenn möglich – Blutwerte und Medikation mit einbeziehen.

So werden Nahrungsergänzungen vom „Schuss ins Blaue“ zu einem gezielten Baustein Ihrer Therapie.

Welche Blutwerte sind bei AMD wichtig?

Viele meiner Patient:innen erzählen mir, dass sie zwar Blutwerte haben – aber nicht so recht wissen, was diese mit Makuladegeneration zu tun haben sollen.

Ich schaue mir bei AMD-Betroffenen besonders gerne Werte an, die etwas sagen über:

  • entzündliche Prozesse im Körper,
  • die Versorgung mit bestimmten Vitaminen oder Spurenelementen,
  • und mögliche Stoffwechsel-Belastungen, die die Gefäße und damit auch die Netzhaut betreffen.

In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, dass sich unter einer zielgerichteten Optimierung von Blutwerten, Ernährung und Lebensstil nicht nur Befinden und Energie verbessern, sondern auch Augenärzt:innen Rückmeldungen geben wie:

„Eigentlich müsste Ihre Sehkraft schlechter sein – was auch immer Sie tun, machen Sie bitte weiter so.“

Das ist keine Garantie, aber ein deutliches Zeichen dafür, dass sich ein genauer Blick auf die inneren Rahmenbedingungen lohnt.

Akupunktur und naturheilkundliche Verfahren – kann das helfen?

Viele Betroffene fragen sich: „Reicht es, wenn ich nur Spritzen bekomme und abwarte – oder kann ich darüber hinaus etwas tun?“

In meiner Praxis setze ich unter anderem die Augenakupunktur nach Prof. Boel ein – immer ergänzend zur augenärztlichen Behandlung, nicht als Ersatz.

Ziele dieser Augenakupunktur-Begleitung sind:

  • Stoffwechsel und Durchblutung im Augenbereich zu unterstützen
  • den Körper in seinen eigenen Regulationsprozessen zu stärken
  • Ernährung, Mikronährstoffe und Lebensstil gezielt einzubeziehen
  • und Betroffene aus der Passivität („Ich kann nichts tun“) ins aktive Mitgestalten zu bringen.

Wichtig ist mir dabei: keine Heilversprechen, Transparenz  über Chancen und Grenzen, und eine enge Anbindung an die bestehende schulmedizinische Behandlung.

 

Sie möchten sich genauer über die Augenakupunktur nach Prof. Boel informieren?
Auf meiner Therapieseite finden Sie Ablauf, Einsatzgebiete und wichtige Hinweise.


Mehr zur Augenakupunktur nach Prof. Boel

Was hilft wirklich – und wie fange ich an?

Es gibt nicht den einen Trick gegen Makuladegeneration. Was ich aber in vielen Jahren Praxis immer wieder sehe:

  • Wer konsequent an Ernährung, Lebensstil und Blutwerten arbeitet,

  • wer Rauchen reduziert oder beendet,

  • wer sich mit passenden Hilfsmitteln und guter Beleuchtung unterstützt,

  • und wer seine Augen nicht nur „verwaltet“, sondern aktiv begleitet,

der hat oft das Gefühl, wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen – und bekommt nicht selten positive Rückmeldungen aus der Augenarztpraxis.

Wenn Sie einen ersten Schritt machen möchten, könnten Sie zum Beispiel:

  1. Ihr aktuelles Essen und Trinken 3–5 Tage lang notieren.

  2. Wichtige Blutwerte beim Arzt ansprechen – und meinen Gratis-Überblick zu den 3 zentralen Werten nutzen.

  3. Prüfen, wo in Ihrem Alltag Sie Belastungsfaktoren (Rauchen, Zucker, Fertigprodukte, viel Bildschirm) etwas reduzieren können.

  4. Sich bei Bedarf naturheilkundlich begleiten lassen – z. B. in Form einer Ernährungs- und Lebensstilberatung oder einer Augenakupunktur-Behandlung.

 

Denken Sie immer daran:
Sie sind nicht ausgeliefert. Wissen kann Ihre Sehkraft verbessern.
Es hängen mehr Dinge mit den Augen zusammen, als Sie vermuten.

 

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Über die Autorin

Dipl. oec. troph. Andrea Schnitzler ist Heilpraktikerin mit Schwerpunkt
Makuladegeneration, Augengesundheit und antientzündliche Ernährung.
In ihrem Naturheilzentrum in Erkelenz begleitet sie seit vielen Jahren Menschen mit chronischen
Augenerkrankungen und verbindet schulmedizinische Befunde mit ganzheitlichen Ansätzen wie
Augenakupunktur nach Prof. Boel und Ernährungstherapie.

Sie ist Autorin des Buches „MAKULA…WAS?“, das Betroffenen zeigt, wie sie ihre
Augengesundheit Schritt für Schritt aktiv unterstützen können.

Was ist Makuladegeneration?

Was ist Makuladegeneration?

Ihr Zentrum fürs Sehen im Blick behalten

Aktualisiert am 29.10.2026

Makuladegeneration entwickelt sich oft schleichend – doch sie betrifft die wichtigste Stelle in unseren Augen: die Makula, das Zentrum unserer Netzhaut. Wer früh versteht, was dahintersteckt, kann besser handeln und sein Sehvermögen unterstützen.

Was passiert bei der Makuladegeneration?

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine chronische Erkrankung der Makula, einem winzigen, etwa 5 Millimeter großen Bereich in der Mitte der Netzhaut. Trotz ihrer winzigen Größe ist die Makula der Ort, an dem unser Sehen am schärfsten ist.

In der Mitte sitzt die Sehgrube, die Fovea centralis – kaum größer als ein Millimeter. Hier reihen sich Millionen kleiner Sinneszellen, die sogenannten Zapfen. Sie ermöglichen uns, Farben zu sehen, Kontraste zu erfassen und Details bis in die winzigste Faser wahrzunehmen. Wenn Sie ein Gesicht erkennen oder die Buchstaben auf einer Seite entziffern, sind es diese Zapfen, die das möglich machen.

Die Stäbchen hingegen sind überwiegend in der Peripherie der Netzhaut verteilt. Sie helfen uns, wenn es dunkel ist – zum Beispiel beim nächtlichen Spaziergang –, aber sie erkennen keine Farben. Das erklärt das alte Sprichwort: „Nachts sind alle Katzen grau.“

Warum ist die Makula so besonders empfindlich?

Die Makula arbeitet ununterbrochen. Die Zapfen sind wie kleine Lichtantennen, die immer aktiv sind – und das zehrt an ihnen. Jeden Tag werden sie durch Lichtreize beansprucht, abgenutzt und müssen dann repariert werden. Die lichtempfindlichen Außensegmente der Fotorezeptoren werden jeden Tag erneuert. Alte Membranscheiben werden abgebaut und vom Pigmentepithel „aufgeräumt“, neue Strukturen werden nachgebildet. Dieser Erneuerungsprozess folgt einem strengen Tag-Nacht-Rhythmus – ein großer Teil der „Müllabfuhr“ findet in den frühen Morgenstunden statt. Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus ist deshalb grundsätzlich wichtig, damit sich die Netzhaut regelmäßig regenerieren kann.

Nachts schüttet unser Körper vermehrt Melatonin aus – ein Hormon, das nicht nur den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert, sondern auch direkt in der Netzhaut gebildet wird. Melatonin wirkt als starkes Antioxidans, fängt freie Radikale ab und unterstützt so den Schutz der empfindlichen Netzhautzellen vor oxidativem Stress.
Ein guter, regelmäßiger Schlaf hilft dabei, diesen Melatoninrhythmus stabil zu halten – und damit auch die nächtlichen Regenerationsprozesse im Auge.

Dazu baut das Auge täglich Millionen beschädigter Zellbestandteile ab und ersetzt sie durch neue. Für diese Reparaturprozesse ist ein sehr aktiver Stoffwechsel nötig, der viel Energie kostet.

Die Abfallprodukte werden normalerweise über das Pigmentepithel entsorgt, eine Art Versorgungszentrale unter den Sehzellen. Das Pigmentepithel liefert Nährstoffe, Sauerstoff und sorgt für die Reinigung. Wenn diese Entsorgung nicht mehr richtig funktioniert – etwa durch Alter, Stress, Entzündungen oder schlechte Ernährung – bleiben Abfallstoffe liegen. Sie sammeln sich als kleine, gelbliche Ablagerungen, sogenannte Drusen, unter der Netzhaut.

Drusen sind oft das erste sichtbare Zeichen einer beginnenden Makuladegeneration, auch wenn noch keine Symptome auffallen.

Wie schützt sich die Makula? Die Rolle von Lutein und Zeaxanthin

Die Makula besitzt eine natürliche Schutzschicht, das Makulapigment – ein gelber Farbstoff, der aus zwei sekundären Pflanzenstoffen besteht: Lutein und Zeaxanthin. Diese Stoffe können wir nur mit der Nahrung aufnehmen, vorwiegend durch grünes Blattgemüse, gelbes und oranges Obst sowie einige andere Pflanzen.

Das Makulapigment wirkt wie eine eingebaute Sonnenbrille. Es filtert schädliches kurzwelliges blaues Licht, das sonst tief in die Netzhaut eindringt und dort oxidativen Stress auslösen könnte. Blaues Licht steckt in vielen modernen Lichtquellen wie LEDs und Bildschirmlicht von Smartphones oder Computern. Es sorgt für die Bildung sogenannter freier Radikale – aggressiver Moleküle, die Ihre Sehzellen angreifen und den Alterungsprozess beschleunigen können.

Deshalb ist Ihre Ernährung ein zentraler Baustein für den Schutz der Makula – durch antioxidative Nährstoffe, die diese freien Radikale auffangen.

Die zwei Gesichter der Makuladegeneration: trocken und feucht

Man unterscheidet zwei Hauptformen der AMD:

  • Trockene AMD: Hier sterben die Sehzellen im Laufe von Jahren langsam ab. Dieser Prozess verläuft meist schleichend und kann jahrelang stabil bleiben.

  • Feuchte AMD: Dabei wachsen unter der Netzhaut neue, aber undichte Blutgefäße, die Flüssigkeit austreten lassen. Diese Form entwickelt sich oft schneller und ist mit rascherem Sehverlust verbunden.

Beide Formen führen dazu, dass das empfindliche Gleichgewicht im Auge aus dem Lot gerät. Darum ist es so wichtig, früh zu reagieren und Veränderungen wahrzunehmen.

Wie Sie selbst aktiv werden können – Ernährung und mehr

Bestimmte Nährstoffe helfen nachweislich, die Makula zu stärken:

  • Lutein und Zeaxanthin schützen das Makulapigment.
  • Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Zellgesundheit.
  • Zink und Vitamin D fördern die Abwehrkräfte und Reparaturmechanismen.

Diese Stoffe wirken entzündungshemmend, stärken die Zellfunktionen und unterstützen die Regeneration des Gewebes. Deshalb lohnt es sich, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, die reich an diesen Nährstoffen ist.

Frühwarnsystem Amsler-Gitter – So einfach geht’s

Mit dem Amsler-Gitter können Sie Veränderungen im zentralen Sehfeld ganz einfach selbst überprüfen:

  • Sie tragen Ihre Brille und bedecken ein Auge.
  • Blicken mit dem offenen Auge aufmerksam auf den Punkt in der Mitte des Gitters.
  • Verzerrungen, verschwommene Stellen oder „Wellen“ im Raster können ein Zeichen für Makulaschäden sein.
  • Testen Sie beide Augen einzeln und möglichst regelmäßig – zum Beispiel einmal pro Woche.
  • Einen Ausdruck des Amsler-Gitters können Sie gut sichtbar an Ihrem Kühlschrank oder Spiegel anbringen, damit Sie den Test nicht vergessen.

Wenn Ihnen auffällt, dass Linien verzogen oder Flecken zu sehen sind, scheuen Sie sich nicht, Ihren Augenarzt anzurufen und einen Kontrolltermin zu vereinbaren.

Amsler Gitter

Ihre Gene sind nicht Ihr Schicksal – Lebensstil macht den Unterschied

Sie fragen sich, wie sehr Ihre Gene das Risiko für Makuladegeneration beeinflussen? Tatsächlich haben genetische Faktoren Bedeutung, aber sie sind nicht allein entscheidend.

Rauchen spielt etwa eine der stärksten Rollen bei der Entstehung von AMD – je früher man damit aufhört, desto besser für die Augen.

Stress, Bewegungsmangel und vor allem ein Mangel an wichtigen Nährstoffen, allen voran Vitamin D, beeinflussen ebenfalls stark, wie sich die AMD entwickelt.

Studien zeigen: Wer sich gesund ernährt, sich bewegt und auf sein Wohlbefinden achtet, kann sein Risiko – auch bei genetischer Vorbelastung – deutlich verringern.

Oxidativer Stress – der „Rost“ in Ihren Augen

Oxidativer Stress ist ein Begriff, der oft fällt – doch was bedeutet er eigentlich?

Stellen Sie sich vor, Ihre Zellen sind wie ein Auto aus Metall, das rostet, wenn es ständig Wind und Regen ausgesetzt ist. Im Körper passiert Ähnliches: Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, die unkontrolliert Zellen beschädigen können.

Normalerweise hat der Körper Antioxidantien, die diese freien Radikale „fangen“ und unschädlich machen. Wenn aber zu viele Radikale entstehen – etwa durch schlechte Ernährung, Stress oder zu viel Licht – entsteht oxidativer Stress.

Dieser Stress lässt Zellen schneller altern, stört Reparaturmechanismen und trifft gerade die empfindliche Makula besonders.

Wichtig für Sie: Sie können oxidativen Stress mit einer gesunden Lebensweise deutlich reduzieren:

  • Essen Sie reichlich buntes Obst und Gemüse (z. B. Beeren, Spinat, Karotten), denn diese enthalten viele schützende Antioxidantien.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig – das kurbelt Ihre Zellabwehr an.
  • Sorgen Sie für guten Schlaf, denn nachts kann sich Ihr Körper besonders gut regenerieren.
  • Reduzieren Sie Stress mit kleinen Pausen, Atemübungen oder Spaziergängen.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser oder grünen Tee, der ebenfalls antioxidativ wirkt.

Fazit: Für Ihre Augen zählt jeder Tag

Makuladegeneration ist zwar eine ernst zu nehmende Erkrankung, aber Sie sind nicht machtlos. Mit Wissen und bewussten Entscheidungen können Sie viel für Ihre Augengesundheit tun.

Jede kleine positive Veränderung in Ernährung, Bewegung und Lebensstil zählt – und kann helfen, das Risiko zu senken oder die Erkrankung zu verlangsamen.

Bleiben Sie dran, machen Sie den Amsler-Test und scheuen Sie sich nicht, bei Unsicherheiten den Augenarzt aufzusuchen.

Ihre Augen sind ein wertvolles Geschenk – kümmern Sie sich gut um sie!

Naturheilkundliche Begleitung: Welche Rolle kann Augenakupunktur nach Boel spielen?

Viele meiner Patientinnen und Patienten mit Makuladegeneration stellen einmal die Frage: „Gibt es neben Ernährung und Lebensstil noch etwas, was ich unterstützend tun kann?“

Eine Möglichkeit aus der Naturheilkunde ist die Augenakupunktur, wie ich sie in meiner Praxis nach der Methode von Prof. John Boel anwende. Dabei werden spezielle Akupunkturpunkte am Körper – zum Beispiel an Händen, Füßen, Stirn und Knien – stimuliert, um aus naturheilkundlicher Sicht die Durchblutung, den Stoffwechsel und die Regulationsprozesse im Augenbereich zu unterstützen.

Augenakupunktur versteht sich dabei immer als begleitendes Verfahren:

  • ergänzend zur augenärztlichen Behandlung,

  • in Kombination mit einer auf die Netzhaut abgestimmten Ernährung,

  • eingebettet in ein Gesamtkonzept, das auch Stressregulation und Allgemeingesundheit berücksichtigt.

Einige Menschen berichten, dass sie sich nach einer Behandlungsserie „stabiler“, „klarer“ oder „entlasteter“ fühlen, bei anderen fallen die Veränderungen subtiler aus. Die Reaktionen sind sehr individuell – konkrete Erfolge oder Verbesserungen der Sehkraft können nicht garantiert werden.

Einen Überblick über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Hilfen für den Alltag finden Sie auf meiner Seite Makuladegeneration verstehen und selbst aktiv werden.

MAKULA WAS?
Alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie von AMD betroffen sind.

Buchempfehlung: „MAKULA… WAS?“:

Ihr persönlicher Ratgeber für mehr Sicherheit und Lebensqualität bei Makuladegeneration. Hier erfahren Sie mehr.

 

Hinweis: Dieser Blogbeitrag basiert auf Studienergebnissen, darf jedoch nicht zur Selbstbehandlung oder Selbstdiagnose verwendet werden. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker zu sprechen, um individuelle Ratschläge und Empfehlungen zu erhalten. Ein Fachexperte kann Ihnen die bestmögliche Unterstützung bieten. Nutzen Sie die Informationen in diesem Artikel als Ausgangspunkt, um eine fundierte Diskussion über Ihre Augengesundheit zu führen.

Autor: Andrea Schnitzler

Dipl. Ökotrophologin, Heilpraktikerin. Mit einem Diplom in Oecotrophologie und der Berufsbezeichnung als Heilpraktikerin bietet die Autorin ein breites Spektrum an Fachwissen und praktischen Fähigkeiten. Diese multidisziplinäre Ausbildung ermöglicht es ihr, Themen rund um Ernährung, Hautpflege und alternative Heilmethoden aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und umfassende, fundierte Beratung und Inhalte zu bieten.

Sympathikustherapie

Sympathikustherapie

Sympathikustherapie nach Dr. Steinrücken

Sympathikustherapie in Erkelenz

Wenn das Nervensystem nicht mehr zur Ruhe kommt

Sanfte naturheilkundliche Begleitung bei Anspannung, funktionellen Beschwerden und körperlichen Stressreaktionen – ohne ruckartige Manipulationen und ohne Heilversprechen.

Viele Menschen kommen in die Praxis mit Beschwerden wie Verspannungen, Kopfschmerzen, innerer Unruhe oder Erschöpfung – und hören nach zahlreichen Untersuchungen trotzdem: „Es ist alles in Ordnung.“ Das fühlt sich oft nicht stimmig an. Denn der Körper sendet ja deutlich Signale.

Häufig lohnt sich dann ein Blick auf das vegetative Nervensystem – besonders auf den Sympathikus, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Die Sympathikustherapie setzt genau dort an: mit sanften manuellen Impulsen, die aus naturheilkundlicher Sicht die Regulation unterstützen können.

sanfte manuelle Impulse vegetatives Nervensystem 
Mit Ihrer Anspannung sind Sie hier nicht allein.

Viele Betroffene kennen das

Wenn der Körper dauerhaft auf Alarm steht

Manchmal fühlt sich der Körper angespannt an, obwohl äußerlich gar nichts „Akutes“ passiert. Muskeln lassen nicht richtig los, der Schlaf ist unruhig, der Kopf schmerzt oder die Verdauung reagiert empfindlich.

„Ich bin ständig angespannt.“

Auch in Ruhe bleibt der Körper innerlich aktiv. Die Schulter- und Nackenmuskulatur fühlt sich fest an, Entspannung fällt schwer.

„Es wurde nichts gefunden.“

Untersuchungen können unauffällig sein – und trotzdem spüren Sie, dass Ihr Körper Ihnen etwas mitteilt.

„Ich möchte wieder mehr zur Ruhe kommen.“

Genau hier kann es sinnvoll sein, das vegetative Nervensystem und körperliche Stressmuster genauer anzuschauen.

Die Methode

Was ist die Sympathikustherapie?

Die Sympathikustherapie ist ein ganzheitliches, manuelles Verfahren, das sich auf das vegetative Nervensystem konzentriert – insbesondere auf den Sympathikus.

Der Sympathikus ist der Teil des Nervensystems, der den Körper in Aktivität und Alarmbereitschaft versetzt. Kurzfristig ist das sinnvoll. Wenn dieser Zustand jedoch dauerhaft bestehen bleibt, kann Regeneration schwerer fallen.

In der Sympathikustherapie werden sogenannte Tenderpoints – druckempfindliche Punkte, die auf vegetative Dysbalancen hinweisen können – manuell aufgespürt und mit sanften Impulsen behandelt.

Der Sympathikus beeinflusst unter anderem:

  • Stressreaktionen und innere Anspannung
  • Muskeltonus und Schmerzempfinden
  • Durchblutung und vegetative Regulation
  • Verdauung, Schlaf und Regeneration
  • Körperwahrnehmung und Belastungsreaktionen

Ziel: nicht „Blockaden wegzuzaubern“, sondern Ihrem Körper einen sanften Regulationsimpuls zu geben.

Mögliche Anwendungsbereiche

Für wen kann die Sympathikustherapie interessant sein?

Die Methode wird vor allem bei funktionellen Beschwerden eingesetzt – also bei Symptomen, bei denen Untersuchungen oft keine eindeutige strukturelle Ursache zeigen.

Verspannungen & Schmerzen

Zum Beispiel im Rücken-, Nacken- oder Schulterbereich, besonders wenn die Muskulatur dauerhaft angespannt wirkt.

Kopfschmerzen & Stressmuster

Bei stressassoziierten Kopfschmerzen oder migräneähnlichen Beschwerden kann ein Blick auf das Nervensystem sinnvoll sein.

Unruhe & Erschöpfung

Wenn Schlaf, Verdauung oder innere Ruhe aus dem Takt geraten sind und der Körper schwer abschalten kann.

Wichtig: Reaktionen auf die Behandlung sind individuell. Manche Menschen berichten über mehr Ruhe oder Entlastung, andere benötigen mehr Zeit – und bei manchen bleibt eine Veränderung eher unauffällig. Konkrete Erfolge können nicht versprochen werden.

Ablauf in der Praxis

So läuft eine Behandlung ab

Der Ablauf ist klar strukturiert und findet in ruhiger Atmosphäre statt. Eine Sitzung dauert meist etwa 40 bis 60 Minuten.

1

Kurzes Vorgespräch

Zu Beginn klären wir, welche Beschwerden Sie mitbringen und welche Rolle Stress, Belastungen oder wiederkehrende Muster in Ihrem Alltag spielen.

2

Manuelle Untersuchung

Bestimmte Bereiche entlang der Wirbelsäule und am Körper werden vorsichtig abgetastet. Dabei suche ich nach Tenderpoints – druckschmerzhaften Punkten, die naturheilkundlich eingeordnet werden.

3

Behandlung der Tenderpoints

Die gefundenen Punkte werden mit sanften, gezielten Druck- oder Halteimpulsen behandelt. Die Behandlung erfolgt ohne ruckartige Manipulationen.

4

Einordnung und weitere Schritte

Je nach Beschwerdebild können mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Tagen oder Wochen sinnvoll sein. Dies wird individuell besprochen.

Transparenz

Was sagen Beobachtungen und Erfahrungen?

Die Sympathikustherapie entstammt der praktischen Arbeit mit chronischen und funktionellen Beschwerden. In der Literatur und in Fallserien finden sich Hinweise darauf, dass die Behandlung des vegetativen Nervensystems für bestimmte Beschwerden interessant sein kann.

Hinweise statt Beweise

Viele Untersuchungen umfassen kleinere Patientenzahlen und ersetzen keine großen kontrollierten Studien.

Naturheilkundlicher Baustein

Die Methode kann ein ergänzender Baustein sein, wenn funktionelle Beschwerden und Stressmuster zusammenspielen.

Keine Heilversprechen

Die Wirkung ist individuell. Eine Besserung kann nicht garantiert werden.

Termin & Kosten

Was kostet eine Behandlung?

Die genaue Anzahl der Sitzungen richtet sich nach Ihrer Situation, Ihrem Beschwerdebild und dem Verlauf.

Falls Sie bereits ärztliche Befunde, Diagnosen oder Medikamentenpläne haben, bringen Sie diese gerne zum ersten Termin mit. So kann Ihre Situation besser eingeordnet werden.

Sympathikustherapie-Sitzung

Dauer meist ca. 40 bis 60 Minuten

60 – 90€

Andrea Schnitzler, Heilpraktikerin und Diplom-Ökotrophologin

Über mich

Hallo, ich bin Andrea Schnitzler

Dipl. oec. troph. · Heilpraktikerin · Autorin Naturheilzentrum Schnitzler

Ich begleite Menschen, die ihren Körper besser verstehen und naturheilkundlich unterstützen möchten. Gerade bei funktionellen Beschwerden ist mir wichtig, nicht nur einzelne Symptome zu betrachten, sondern das Zusammenspiel von Nervensystem, Belastung, Alltag und Körperreaktionen.

Die Sympathikustherapie habe ich bei Dr. Steinrücken erlernt. Ich bin sehr dankbar, diese besondere Therapieform in meiner Praxis anbieten zu dürfen – gerade weil sie einen sanften Zugang zu Beschwerden eröffnet, bei denen das vegetative Nervensystem und körperliche Stressmuster eine Rolle spielen können.

In meiner Praxis nehme ich mir Zeit, Ihre Beschwerden ruhig einzuordnen und gemeinsam zu schauen, welche naturheilkundlichen Schritte sinnvoll sein können – ohne Druck und ohne falsche Versprechen.

Häufige Fragen

Was Sie zur Sympathikustherapie wissen sollten

Was ist der Sympathikus?

Der Sympathikus ist Teil des vegetativen Nervensystems. Er aktiviert den Körper bei Belastung, Stress oder Gefahr. Wenn diese Aktivierung dauerhaft erhöht bleibt, kann Regeneration erschwert sein.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Behandlung erfolgt mit sanften Druck- oder Halteimpulsen. Druckempfindliche Punkte können spürbar sein, es wird jedoch nicht mit ruckartigen Manipulationen gearbeitet.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Das ist individuell unterschiedlich. Je nach Beschwerdebild können mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Tagen oder Wochen sinnvoll sein.

Ersetzt die Sympathikustherapie eine ärztliche Abklärung?

Nein. Bei unklaren, starken oder neu auftretenden Beschwerden sollte immer ärztlich abgeklärt werden, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.

Kann ein Erfolg garantiert werden?

Nein. Reaktionen auf die Behandlung sind individuell. Manche Menschen berichten über Entlastung oder mehr Ruhe, bei anderen zeigen sich Veränderungen später oder kaum spürbar.

Persönlich klären

Möchten Sie wissen, ob die Sympathikustherapie zu Ihrer Situation passt?

Dann vereinbaren Sie gerne ein Vorgespräch. Gemeinsam schauen wir, welche Beschwerden Sie mitbringen und ob die Methode als naturheilkundlicher Baustein sinnvoll sein kann.

Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass die Sympathikustherapie in der konventionellen Medizin nicht umfassend wissenschaftlich anerkannt ist. Die Angaben dienen der Information und stellen kein Heilversprechen dar. Die Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose, Abklärung oder notwendige medizinische Therapie.

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Raucherentwöhnung mit Ohrakupunktur

Raucherentwöhnung
mit 
Ohrakupunktur – Laserakupunktur in Erkelenz


Naturheilzentrum Schnitzler · Erkelenz

Raucherentwöhnung mit Laser- und Ohrakupunktur in Erkelenz

Sie möchten sich von der Zigarette verabschieden? Vielleicht haben Sie schon einen Versuch hinter sich. Vielleicht ist jetzt zum ersten Mal der richtige Moment gekommen. In meiner Praxis nehme ich mir Zeit für Sie und Ihren Entschluss. Zu meinem Angebot gehören ein ausführliches Gespräch sowie Laser- oder Ohrakupunktur – persönlich begleitet und in ruhiger Atmosphäre.

✔ Heilpraktikerin & Dipl.-Ökotrophologin
✔ Nadel & Laser möglich
✔ Individuelle Begleitung

Raucherentwöhnung mit Ohrakupunktur – Naturheilzentrum Schnitzler Erkelenz

Andrea Schnitzler · Heilpraktikerin & Dipl.-Ökotrophologin

Das steckt dahinter

Warum fällt der Rauchstopp so schwer?

Nikotin kann körperlich und psychisch abhängig machen. Dazu kommen Gewohnheiten, die oft seit Jahren zum Alltag gehören. Wenn das Aufhören schwerfällt, ist das kein persönliches Versagen.

  • Belohnungssystem: Nikotin beeinflusst die Ausschüttung von Dopamin. Wiederholter Konsum kann die Abhängigkeit verstärken.
  • Entzug: Nach dem Rauchstopp können unter anderem Unruhe, Gereiztheit, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme auftreten.
  • Appetit: Nach dem Rauchstopp können Appetit und Essgewohnheiten sich verändern.
  • Eingespielte Gewohnheiten: Bestimmte Situationen, Orte oder Gefühle lösen den Griff zur Zigarette automatisch aus.

Sie müssen nicht erst alles allein schaffen. Bringen Sie Ihre Fragen und bisherigen Erfahrungen mit. Wir schauen gemeinsam, welche Situationen Ihnen das Aufhören schwer machen und wie Sie Ihren Alltag ohne Zigarette gestalten möchten.

Ergänzende Anwendungen

Ohrakupunktur und Softlaser im Überblick

Sie möchten eine Anwendung ohne Nadeln oder interessieren sich für die klassische Ohrakupunktur? Ich erkläre Ihnen beide Verfahren und beantworte Ihre Fragen. Ihre Wünsche und Ihr persönliches Empfinden beziehen wir in die Planung ein.

Nadellos

Softlaser-Akupunktur

Bei der Laserakupunktur wird Laserlicht äußerlich auf ausgewählte Ohrpunkte gerichtet. Dabei werden keine Nadeln gesetzt.

  • Äußerliche Anwendung mit einem Akupunkturlaser
  • Anwendung an ausgewählten Ohrpunkten
  • Keine Dauernadeln nötig
  • Aufklärung über Grenzen und Schutzmaßnahmen
  • Besprechung Ihrer Fragen vor der Anwendung

Ohne Nadeln: Wenn Sie keine Nadeln möchten, sprechen Sie mich gerne auf die Laseranwendung an. Ich erkläre Ihnen das Gerät und den Ablauf in Ruhe.

Zeit für Ihre Fragen

Ihr Entschluss. Ihre Geschichte. Ihre Begleitung.

Die Zigarette zum Kaffee, die Pause bei der Arbeit oder der Griff zur Schachtel nach einem anstrengenden Tag: Jeder Mensch bringt andere Gewohnheiten mit. Deshalb beginnt meine Arbeit mit Zuhören.

Persönlich statt nach Schema

Was hat bei früheren Versuchen gut geklappt? Wann wurde es schwierig? Wir besprechen Ihre Erfahrungen und Ihre nächsten Schritte. Sie dürfen offen ansprechen, was Sie beschäftigt.

Auch die Ernährung im Blick

Sie machen sich Gedanken über häufigeres Naschen oder Ihr Gewicht nach dem Rauchstopp? Als Diplom-Ökotrophologin bespreche ich mit Ihnen gerne, wie Sie Ihre Mahlzeiten und Essgewohnheiten im Alltag gestalten können.

In meiner Praxis

So läuft die Raucherentwöhnung bei mir ab

Jede Begleitung beginnt damit, Sie als Mensch zu verstehen – nicht nur Ihre Rauchgewohnheiten.

1

Erstes Gespräch · ca. 60 Minuten

Wir besprechen Ihre Rauchgewohnheiten, typische Auslöser und bisherige Aufhörversuche. Bitte bringen Sie Ihre Medikamentenliste und relevante Befunde mit.

2

Ihren Rauchstopp vorbereiten

Sie können auch zum ersten Gespräch kommen, wenn Sie noch rauchen. Wir besprechen, wann Sie aufhören möchten und welche Alltagssituationen Sie dafür vorbereiten wollen.

3

Aufklärung und mögliche Anwendung

Vor der Anwendung erläutere ich Ihnen das Vorgehen und beantworte Ihre Fragen. Nach dem Gespräch und der Aufklärung erfolgt die vereinbarte Behandlung mit Laser oder Nadeln.

4

Dauernadeln für den Alltag (bei Nadelmethode)

Wenn Dauernadeln eingesetzt werden, erkläre ich Ihnen, wie lange diese verbleiben sollen und worauf Sie zu Hause achten. Dazu gehören Hinweise zur Pflege, Entfernung und zum Verhalten bei Beschwerden.

5

Weitere Begleitung nach Absprache

Bei weiteren Terminen nehmen wir uns Zeit für Ihre Erfahrungen seit dem Rauchstopp. Was fällt Ihnen leicht? Wo wünschen Sie sich noch Begleitung? Anzahl und Abstände der Termine besprechen wir persönlich.

Kosten & Termin

Preise & Kontakt

Erstbehandlung
90 €
inkl. ausführlicher Raucheranamnese · ca. 60 Min.

Folgebehandlung
45 €
ca. 30 Minuten · weitere Termine nach Absprache

So erreichen Sie uns

📍 Friedhofstraße 10
41812 Erkelenz

📞 02432 90 49 45 9

✉ in**@*************************er.de

Öffnungszeiten

Mo.–Do.: 09–13 & 14–18 Uhr

Freitags: 10–13 Uhr

Krankenkassen-Hinweis: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten der hier angebotenen Ohr- oder Laserakupunktur in der Regel nicht. Eine mögliche Erstattung durch private Kranken- oder Zusatzversicherungen klären Sie bitte vorab mit Ihrer Versicherung. Leistungsumfang und Kosten besprechen wir vor Beginn.

Häufige Fragen

Ihre Fragen – meine Antworten

Muss ich vor der ersten Sitzung schon aufgehört haben zu rauchen?

Nein. Sie können auch zum ersten Gespräch kommen, wenn Sie noch rauchen. Wir besprechen, wie Sie Ihren Rauchstopp vorbereiten möchten.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Anzahl und Abstände der Termine besprechen wir individuell. Dabei berücksichtigen wir Ihre persönliche Situation und Ihren Wunsch nach weiterer Begleitung.

Was spüre ich bei der Ohrakupunktur?

Das Setzen der feinen Nadeln kann als kurzer Stich wahrgenommen werden. Möglich sind unter anderem kleine Blutungen, Blutergüsse oder örtliche Reizungen und Infektionen. Vor der Anwendung kläre ich Sie über mögliche Nebenwirkungen auf.

Was ist, wenn ich Angst vor Nadeln habe?

Dann sprechen Sie mich gerne auf die Laserakupunktur an. Dabei wird Laserlicht äußerlich auf ausgewählte Ohrpunkte gerichtet, ohne Nadeln einzusetzen. Ich erkläre Ihnen den Ablauf und die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Wie bereite ich mich auf den ersten Termin vor?

Überlegen Sie gerne, wann Sie besonders häufig rauchen und was Sie bei bisherigen Aufhörversuchen erlebt haben. Bringen Sie außerdem eine aktuelle Medikamentenliste und relevante Befunde mit.

Kann ich auch Fragen zu Ernährung und Gewicht stellen?

Ja, gerne. Als Diplom-Ökotrophologin bespreche ich mit Ihnen Ihre Essgewohnheiten und alltagstaugliche Ideen für Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten. Auch Ihre Sorgen zu einer möglichen Gewichtszunahme haben im Gespräch Platz.

Ihr nächster Schritt

Bereit, rauchfrei zu werden?

Sie möchten den nächsten Schritt gehen? Rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir. Wir besprechen Ihre Fragen und vereinbaren auf Wunsch Ihren ersten Termin. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

02432 90 49 45 9

oder schreiben Sie uns: in**@*************************er.de

Hinweis zur Ohr- und Laserakupunktur: Diese Verfahren biete ich ergänzend an. Ihre Wirksamkeit für einen dauerhaften Rauchstopp ist wissenschaftlich bislang nicht ausreichend gesichert. Ein bestimmter Behandlungserfolg wird nicht zugesagt. Vor der Anwendung erhalten Sie eine persönliche Aufklärung.

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Fortbildung für Kosmetikerinnen

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Ernährungsstrategien
treffen auf Kosmetik

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🌙 Schlaf und Hautgesundheit: Lerne die Bedeutung des Schlafs für die Haut kennen und wie Ernährung die Schlafqualität beeinflusst.

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🧬 Telomere und Zellalterung: Lerne, was Telomere sind und wie du durch Ernährung die Telomerlänge positiv beeinflussen kannst.

🍬 Glykation und Hautalterung: Erfahre mehr über den Einfluss der Glykation auf die Haut und wie du sie minimieren kannst.

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Antientzündliche Ernährung

Antientzündliche Ernährung

Antientzündliche Ernährung: Ein Schlüssel zu besserer Gesundheit

Die Bedeutung einer antientzündlichen Ernährung wächst stetig, da immer mehr Menschen die vielfältigen Vorteile für ihre Gesundheit erkennen. Von chronischen Erkrankungen wie Rheuma bis hin zu allgemeinen Gesundheitsbeschwerden kann die richtige Ernährung einen signifikanten Unterschied machen.

Warum ist antientzündliche Ernährung wichtig?

Entzündungen sind eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, können jedoch bei Dauerbelastung zu zahlreichen Gesundheitsproblemen führen. Eine antientzündliche Ernährung kann dabei helfen, den Entzündungsgrad im Körper zu reduzieren und so das Risiko für verschiedene Erkrankungen zu minimieren.

Krankheiten, die von antientzündlicher Ernährung profitieren können

Rheuma: Bei rheumatischen Erkrankungen spielen Entzündungsprozesse eine große Rolle. Eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien ist, kann die Symptome lindern.

Herzerkrankungen: Entzündungen sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Lebensmittel wie Beeren und Nüsse können helfen, Entzündungen zu reduzieren.

Diabetes: Eine antientzündliche Ernährung kann den Insulinspiegel stabilisieren und so die Symptome von Diabetes Typ 2 verbessern.

Autoimmunerkrankungen: Bei Erkrankungen wie Lupus oder Multiple Sklerose kann eine antientzündliche Ernährung die Entzündungsreaktionen des Immunsystems modulieren.

Verdauungsprobleme: Bei Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Reizdarmsyndrom kann die Wahl der richtigen Lebensmittel die Symptome signifikant verbessern.

Sie benötigen Unterstützung? Dann berate ich Sie gerne.

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Heisshunger Diäten

Heißhunger: Dem Teufelskreis von Diäten entkommen

Immer wieder Diäten, aber nie das Wunschgewicht erreichen? Erfahren Sie hier, warum viele Menschen in diesem Teufelskreis gefangen sind.
So entkommen Sie Heißhungerattacken und den Teufelskreis von Diäten.

Haben Sie schon einmal bemerkt, dass Sie trotz ständigen Diäten nicht das gewünschte Gewicht halten können? Und dann haben Sie das Gefühl, immer weniger zu essen und dennoch zuzunehmen? Wenn ja, sind Sie nicht allein. Ich bin seit fast 30 Jahren als Ernährungswissenschaftlerin tätig und habe festgestellt, dass viele meiner Klienten mit Heißhungerattacken zu kämpfen haben – sei es auf Süßes, Herzhaftes oder einfach alles, was gerade greifbar ist.

Diäten verursachen Heißhunger

Heißhunger kann ein Zeichen dafür sein, dass unser Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist. Oft versuchen wir, unsere Bedürfnisse durch strenge Diäten zu kontrollieren, aber letztendlich führt dies zu einem Teufelskreis von Aufs und Abs. Der Druck, immer auf das Gewicht zu achten und Angst vor einer Gewichtszunahme zu haben, verstärkt den Heißhunger nur noch weiter.
Als Ernährungswissenschaftlerin habe ich gelernt, dass es wichtig ist, eine gesunde Beziehung zum Essen aufzubauen und auf die Signale unseres Körpers zu hören. Heißhungerattacken können oft ein Hinweis darauf sein, dass unser Körper bestimmte Nährstoffe benötigt oder dass wir uns emotional unausgeglichen fühlen. Anstatt uns in strikte Diäten zu stürzen, sollten wir lernen, unseren Körper intuitiv zu ernähren und uns auf ausgewogene Mahlzeiten zu konzentrieren, die uns sättigen und uns die Nährstoffe geben, die wir brauchen.

Erkennen Sie noch Ihr Hungergefühl?

Wann haben Sie das letzte Mal bewusst die Zeichen von Hunger wahrgenommen? Ein leises Magenknurren, ein flaues Gefühl im Magen oder vielleicht sogar Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit oder Kopfschmerzen? Heißhunger entsteht oft, wenn wir die Anzeichen des Hungers ignorieren und zu lange warten. Dadurch neigen wir dazu, uns nach einem langen Arbeitstag, wenn wir nach Hause kommen, auf alles zu stürzen, was gerade greifbar ist. Heute möchte ich Sie ermutigen, öfter in sich hineinzuhorchen und sich zu fragen: Wie sieht es mit meinem Hunger aus? Oder ist es vielleicht nur eine Lust auf etwas Bestimmtes? Je häufiger wir uns diese Fragen stellen und bewusst auf unseren Körper hören, desto schneller kann unser Gehirn wieder lernen, die Signale des Hungers richtig zu interpretieren.

Die Macht des Hormons NPY

Oft höre ich von meinen Klienten, dass sie kein Frühstück zu sich nehmen, einfach weil sie keinen Hunger verspüren. Aber es ist gut zu wissen, dass wir über Nacht, während der längeren Fastenperiode, NPY produzieren – ein Hormon, das unter anderem dazu führt, dass wir mehr Kohlenhydrate verzehren möchten.

Wenn Sie auf das Frühstück oder generell auf Essen verzichten, fordert Ihr Körper mehr Kohlenhydrate. Das liegt daran, dass nach einer längeren Fastenperiode oder der nächtlichen Fastenzeit das Gehirn vermehrt NPY produziert. Der NPY-Spiegel ist normalerweise morgens am höchsten, da die Kohlenhydratreserven in der Leber über Nacht aufgebraucht wurden und Ihr Körper nun Nachschub benötigt. Wenn Sie das Frühstück auslassen, werden Sie im Laufe des Tages von Heißhungerattacken in Form von Verlangen nach schnellen Kohlenhydraten überfallen. Es fühlt sich an, als könnten Sie dem nicht widerstehen, denn Ihr Körper weiß genau, was er braucht.

Stress spielt auch eine Rolle bei der Produktion von NPY. Wenn Sie nicht auf Ihr natürliches Hungergefühl hören und dem Körper die Nahrung verweigern, die er braucht, entstehen mehr und mehr Heißhungerattacken. NPY verstärkt diesen Effekt noch weiter.

Es ist wichtig, wieder in sich rein zu horchen, und auf das natürliche Hungergefühl Ihres Körpers zu hören. Wenn Sie morgens keinen Hunger verspüren, könnte es sein, dass Sie spät am Abend zu viel gegessen haben oder dass Ihr Körper sich an eine ungesunde Ernährungsweise gewöhnt hat. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, Ihre Essgewohnheiten anzupassen und eine ausgewogene Mahlzeit am Morgen einzunehmen.

Indem Sie Ihrem Körper die richtige Nahrung geben, wenn er danach verlangt, können Sie Heißhungerattacken reduzieren und eine gesunde Beziehung zum Essen aufbauen. Hören Sie auf die Zeichen Ihres Körpers und geben Sie ihm die Nährstoffe, die er benötigt, um optimal zu funktionieren.

Wichtig: Essen Sie langsam

Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass es nicht nur um das, was wir essen, sondern auch um das, wie wir essen, geht. Schnelles Essen, ohne uns Zeit zu nehmen, um bewusst zu genießen und unsere Mahlzeiten zu würdigen, kann dazu führen, dass wir uns nicht wirklich zufrieden fühlen und daher nach mehr verlangen. Indem wir uns auf das Essen konzentrieren, den Geschmack wertschätzen und langsam kauen, können wir ein besseres Gefühl der Sättigung entwickeln und Heißhungerattacken reduzieren. Denn das Sättigungsgefühl setzt nach 10 min. ein, unabhängig von der Menge, die wir zu uns nehmen.

Heisshungerattacken

Diäten machen dick: „Warum eine Ernährungsumstellung der Schlüssel ist“

Haben Sie schon einmal beobachtet, dass das Ignorieren Ihres Hungergefühls zu vermehrter Lust auf Kohlenhydrate führt? Und wenn Sie eine Diät beginnen, drehen sich Ihre Gedanken oft um die tollsten Rezepte und Sie verspüren Lust auf alles Mögliche, sitzen aber letztendlich mit einem Becher Quark und Beeren da? Je mehr Sie sich etwas verbieten, desto mehr Lust bekommen Sie auf das, was gerade nicht erlaubt ist.

Diäten machen tatsächlich dick, und das liegt oft daran, dass sie eine einseitige Ernährung beinhalten. Von Suppendiäten über Eiweißdiäten bis hin zu Gemüsediäten und vielem mehr hangeln wir uns von einer Diät zur nächsten. Wie oft habe ich schon den Satz gehört: „Frau Schnitzler, Sie sind meine letzte Hoffnung.“ Aber ich möchte nicht die letzte Anlaufstelle sein, die eine weitere Diät anbietet. Stattdessen möchte ich eine Ernährungsumstellung anbieten, die das Hunger- und Sättigungsgefühl einbezieht. Keine Crash-Diäten, sondern eine ganz normale, gesunde Mischkost.

Der Grund, warum Diäten oft nicht funktionieren, liegt darin, dass sie oft auf Einschränkungen und Verbote basieren. Wenn wir uns bestimmte Lebensmittel komplett verbieten, erzeugen wir eine Art Verlangen danach. Unser Körper reagiert darauf mit verstärkter Lust und Heißhunger auf diese verbotenen Lebensmittel. Der Teufelskreis beginnt, und wir finden uns in einem ständigen Kampf zwischen dem Wunsch, abzunehmen, und dem Verlangen nach dem Verbotenen.

Eine Ernährungsumstellung hingegen basiert auf dem Konzept des Ausgleichs und der Vielfalt. Sie erlaubt uns, eine breite Palette an Lebensmitteln zu genießen und die Bedürfnisse unseres Körpers zu respektieren. Indem wir auf unser Hunger- und Sättigungsgefühl hören, können wir eine gesunde Beziehung zum Essen aufbauen und die richtige Menge an Nahrung zu uns nehmen.

Ich biete keine Crash-Diäten an, sondern eine ganzheitliche Herangehensweise an die Ernährung. Ich unterstütze Menschen dabei, eine ausgewogene Mischkost zu praktizieren, die reich an Nährstoffen ist und den individuellen Bedürfnissen angepasst wird. Der Fokus liegt nicht nur auf dem Gewichtsverlust, sondern auch auf dem allgemeinen Wohlbefinden und der Förderung einer nachhaltigen Ernährung.

Die Folge von häufigen Diäten:

Wenn Sie häufig von einer Diät in die nächste fallen, wird Ihr Körper Fett speichern. Er hat gelernt, dass er wenig Nahrung bekommt und hält für die nächste Hungerperiode daran fest. Die Enzyme, die für die Produktion und Speicherung von Fett verantwortlich sind, verdoppeln sich.
Doch das ist nicht alles. Häufige Diäten führen auch dazu, dass sich Ihr Stoffwechsel verlangsamt. Ihr Körper passt sich an die niedrige Kalorienzufuhr an und reduziert den Energieverbrauch. Dadurch wird es immer schwieriger, Gewicht zu verlieren und das erreichte Gewicht zu halten.

Der Teufelskreis wird verstärkt, wenn Heißhungerattacken auftreten. Je häufiger Sie Diäten machen, desto mehr entwickeln Sie eine Vorliebe für Nahrungsmittel mit hohem Fett- und Zuckergehalt. Dies liegt daran, dass Ihr Körper aufgrund der Diätphasen das Verlangen nach energiereichen Lebensmitteln entwickelt.
Ein bekanntes Phänomen, das mit häufigen Diäten einhergeht, ist der Jo-Jo-Effekt. Wenn Sie immer wieder ab- und zunehmen, kann dies zu einer dauerhaften Gewichtszunahme führen. Ihr Körper gerät in einen Hungernotstand und neigt dazu, mehr Fett zu speichern, um sich auf zukünftige Hungerperioden vorzubereiten.

Viele meiner Klienten haben den Bezug zum Sättigungsgefühl verloren. Sie essen schnell und oft die doppelte Menge an Nahrung, die sie eigentlich benötigen. Ein Tipp, um dieses Gefühl wiederzuerlangen, ist es, langsam zu essen und gut zu kauen. Hören Sie in sich hinein und fragen Sie sich, ob Sie wirklich satt sind. Dieses Gefühl kann wieder trainiert werden.
Eine weitere Auswirkung häufiger Diäten ist die Bildung von Bauchfett. Wenn der Körper immer wieder in den Hungermodus versetzt wird, neigt er dazu, vermehrt Fett im Bauchbereich zu speichern. Dieses Bauchfett kann gesundheitliche Probleme wie Herzerkrankungen und Diabetes begünstigen.

Fazit:
Der Teufelskreis von Diäten und Heißhungerattacken kann durchbrochen werden. Es erfordert Geduld, Selbstakzeptanz und den Aufbau einer gesunden Beziehung zum Essen. Es geht darum, unseren Körper zu respektieren, auf seine Bedürfnisse zu hören und eine ausgewogene Ernährung zu praktizieren, die uns nicht nur körperlich, sondern auch emotional nährt.

 

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Autor: Andrea Schnitzler

Dipl. Ökotrophologin, Heilpraktikerin, Fachkosmetikerin. Mit einem Diplom in Oecotrophologie, einer zusätzlichen Qualifikation als Fachkosmetikerin und der Berufsbezeichnung als Heilpraktikerin bietet die Autorin ein breites Spektrum an Fachwissen und praktischen Fähigkeiten. Diese multidisziplinäre Ausbildung ermöglicht es ihr, Themen rund um Ernährung, Hautpflege und alternative Heilmethoden aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und umfassende, fundierte Beratung und Inhalte zu bieten.

 

Makuladegeneration und Licht: Energiesparlampen, LED und was Ihren Augen wirklich guttut

AMD und energiesparlampen

Makuladegeneration im Alltag · Andrea Schnitzler

Makuladegeneration und Licht: Energiesparlampen, LED und was Ihren Augen wirklich guttut

„Welche Lampe soll ich nehmen?“ Diese Frage höre ich von Menschen mit
Makuladegeneration immer wieder. Viele sind verunsichert: Sind Energiesparlampen
schädlich? Ist LED-Licht besser? Und was ist eigentlich mit dem blauen Licht?

Die gute Nachricht ist: Sie müssen nicht jede Lampe kritisch betrachten oder Angst
vor künstlichem Licht haben. Viel wichtiger ist, dass Sie zu Hause ausreichend Licht
haben, ohne geblendet zu werden. Denn die richtige Beleuchtung kann den Alltag mit
einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) spürbar erleichtern.

Gibt es Energiesparlampen überhaupt noch?

Die klassischen Energiesparlampen, also Kompaktleuchtstofflampen, sind inzwischen
weitgehend vom Markt verschwunden. Seit Februar 2023 dürfen die üblichen
quecksilberhaltigen Kompaktleuchtstofflampen in der Europäischen Union nicht mehr
neu in Verkehr gebracht werden. Bereits vorhandene Lagerbestände können teilweise
noch verkauft werden. Heute werden stattdessen überwiegend LED-Lampen verwendet.

Vielleicht kennen Sie die älteren Energiesparlampen noch: Manche brauchen eine Weile,
bis sie ihre volle Helligkeit erreichen. Andere werden als unangenehm oder flackernd
empfunden. Das trifft allerdings nicht auf jedes Modell zu.

Wenn Sie Ihre Beleuchtung ohnehin erneuern möchten, ist eine hochwertige LED meist
eine gute Wahl. LEDs sind energieeffizient, langlebig und in unterschiedlichen
Lichtfarben und Helligkeitsstufen erhältlich.

Wichtig bei der Entsorgung: Alte Energiesparlampen enthalten
Quecksilber und gehören nicht in den Hausmüll oder Glascontainer. Geben Sie diese
möglichst bruchsicher bei einem Wertstoffhof oder einer geeigneten Rücknahmestelle ab.
Auch ausgediente LED-Lampen müssen getrennt entsorgt werden.

Und das blaue Licht? Schadet es der Makula?

Über blaues Licht wird viel gesprochen. Gerade Menschen mit Makuladegeneration machen
sich deshalb verständlicherweise Sorgen, ob Bildschirmlicht oder LED-Lampen ihren Augen
zusätzlich schaden könnten.

Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand gibt es keine überzeugenden Belege dafür,
dass das Licht handelsüblicher LED-Lampen oder Bildschirme eine altersbedingte
Makuladegeneration verursacht oder verschlimmert.

Es gibt zwar Laboruntersuchungen, in denen sehr intensives blaues Licht Netzhautzellen
schädigen kann. Solche Versuchsbedingungen lassen sich jedoch nicht einfach auf die
normale Beleuchtung in unseren Wohnräumen übertragen.

Die wichtigste natürliche Quelle für blaues Licht ist übrigens die Sonne. Im Freien ist
deshalb eine gut sitzende Sonnenbrille mit zuverlässigem UV-Schutz sinnvoll. Bei starker
Helligkeit kann sie außerdem unangenehme Blendung reduzieren.

Für den Alltag zu Hause gilt dagegen: Entscheidend ist weniger die Angst vor einer
bestimmten Lichtfarbe, sondern dass Sie gut und angenehm sehen können.

Bei AMD brauchen Sie häufig mehr Licht, nicht weniger

Das überrascht viele Betroffene. Wenn das zentrale Sehen durch die Makuladegeneration
beeinträchtigt ist, benötigen viele Menschen beim Lesen oder bei feinen Arbeiten
deutlich mehr Licht als früher.

Gleichzeitig kann eine erhöhte Blendempfindlichkeit auftreten. Eine sehr helle Lampe,
die direkt in die Augen scheint, macht das Sehen dann möglicherweise sogar schwieriger.

Die Lösung liegt deshalb nicht darin, den ganzen Raum möglichst grell auszuleuchten.
Viel hilfreicher ist eine Beleuchtung, die sich an Ihre persönlichen Bedürfnisse
anpassen lässt.

Viel Licht dort, wo Sie es brauchen, und möglichst wenig Blendung.

Das ist eine gute Orientierung für die Gestaltung Ihrer Beleuchtung.

Darauf sollten Sie beim Lampenkauf achten

  • Angenehme Lichtfarbe: Warmweißes bis neutralweißes Licht zwischen
    etwa 2.700 und 4.000 Kelvin ist für viele Wohnbereiche gut geeignet. Neutralweiß kann
    beim Lesen angenehm sein, andere Menschen bevorzugen wärmeres Licht. Probieren Sie aus,
    womit Sie persönlich besser sehen.
  • Gute Farbwiedergabe: Achten Sie auf den Farbwiedergabeindex Ra oder CRI.
    Ein Wert von mindestens 80 ist eine solide Grundlage, ein Wert ab 90 bietet eine besonders
    gute Farbwiedergabe. Das kann die natürliche Wahrnehmung von Farben verbessern. Ein
    spezieller Schutz vor AMD ist damit allerdings nicht nachgewiesen.
  • Möglichst wenig Flimmern: Eine hochwertige LED mit geringem
    Flimmeranteil ist eine gute Wahl. Angaben wie „flimmerarm“ oder „flicker free“ können
    bei der Auswahl helfen. Entscheidend ist jedoch die tatsächliche Qualität der Lampe.
  • Ausreichende Helligkeit: Achten Sie auf die Lumen-Angabe und nicht nur
    auf die Wattzahl. Für das Lesen ist wichtig, wie viel Licht tatsächlich auf dem Buch oder
    der Arbeitsfläche ankommt. Eine verstellbare, ausreichend helle Leselampe kann hier
    besonders hilfreich sein.
  • Dimmbar und gut ausrichtbar: Eine dimmbare Lampe ermöglicht es Ihnen,
    die Helligkeit individuell einzustellen. Ein beweglicher Lampenarm hilft dabei, das Licht
    genau dorthin zu lenken, wo Sie es benötigen. Achten Sie bei dimmbaren LEDs auf einen
    passenden Dimmer.

Eine spezielle „AMD-Lampe“ ist dafür nicht unbedingt erforderlich. Entscheidend ist,
dass die Beleuchtung zu Ihren Sehbedürfnissen passt.

Kostenlos: Was tun nach der AMD-Diagnose?

Eine AMD-Diagnose wirft viele Fragen auf. In meinem kostenlosen Leitfaden erhalten Sie
fünf Anregungen für die ersten Schritte: verständliche Informationen über die Erkrankung,
Hinweise zur Ernährung, mein Makula-Frühstück, wichtige Alltagstipps und ein
Amsler-Gitter zum Ausdrucken.

Leitfaden per E-Mail erhalten →

So wird Ihr Zuhause augenfreundlicher

Oft sind es kleine Veränderungen, die den größten Unterschied machen. Sie müssen nicht
gleich Ihre gesamte Beleuchtung austauschen.

  1. Eine gute Leselampe verwenden: Stellen Sie eine verstellbare Lampe
    seitlich neben Ihren Lieblingsplatz. Bei Rechtshändern kann eine Position links sinnvoll
    sein, damit die schreibende Hand weniger Schatten wirft. Wichtig ist, dass das Licht auf
    das Buch fällt und nicht direkt in Ihre Augen.
  2. Blendung vermeiden: Nackte Leuchtmittel direkt im Blickfeld können
    unangenehm sein. Lampenschirme, blendungsarme Leuchten und indirektes Licht über Wände
    oder Decken können die Beleuchtung angenehmer machen.
  3. Mehrere Lichtquellen nutzen: Statt ausschließlich eine helle Deckenlampe
    zu verwenden, können mehrere sinnvoll platzierte Leuchten helfen. So entstehen weniger
    dunkle Bereiche und störende Schatten. Besonders an Treppen, in Fluren und auf
    Arbeitsflächen sollte ausreichend Licht vorhanden sein.
  4. Kontraste bewusst einsetzen: Ein heller Teller auf einem dunklen Tisch,
    ein dunkles Schneidebrett für helle Lebensmittel oder gut sichtbare Markierungen an
    Treppenstufen können die Orientierung erleichtern. Häufig hilft ein deutlicher Kontrast
    zusätzlich zur besseren Beleuchtung.
  5. Tageslicht geschickt nutzen: Ein Sitzplatz am Fenster kann angenehm sein,
    sofern die Sonne nicht direkt blendet. Seitlich einfallendes Tageslicht eignet sich oft
    besser zum Lesen als starkes Gegenlicht. Vorhänge oder Jalousien helfen dabei, die
    Helligkeit zu regulieren.

Wenn das Lesen trotz guter Beleuchtung schwierig bleibt, lohnt sich eine Beratung zu
vergrößernden Sehhilfen. Augenärztliche Praxen, spezialisierte Augenoptiker und
Low-Vision-Beratungsstellen können dabei helfen, geeignete Lösungen zu finden. Viele Lupen
und elektronische Sehhilfen verfügen bereits über eine eigene Beleuchtung.

Wichtig: Wenn gerade Linien plötzlich wellig oder verzerrt erscheinen,
ein neuer dunkler Fleck im zentralen Sehen auftritt oder sich Ihre Sehkraft plötzlich
verschlechtert, lassen Sie dies bitte noch am selben Tag augenärztlich abklären. Ist Ihre
Augenarztpraxis nicht erreichbar, wenden Sie sich an einen augenärztlichen Notdienst.
Solche Veränderungen können auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweisen.

Mit dem
Amsler-Test auf meiner Makula-Seite
können Sie Veränderungen selbst beobachten. Der Selbsttest ersetzt jedoch keine
augenärztliche Untersuchung.

Licht ist ein wichtiger Baustein, aber nicht der einzige

Die richtige Beleuchtung kann das Leben mit Makuladegeneration deutlich erleichtern.
Sie kann die Erkrankung allerdings nicht aufhalten oder rückgängig machen.

Ebenso wichtig sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen, eine ausgewogene Ernährung,
körperliche Bewegung und der Verzicht auf das Rauchen.

Bei bestimmten Formen und Stadien der AMD können außerdem speziell zusammengesetzte
Nahrungsergänzungsmittel nach der sogenannten AREDS2-Formel sinnvoll sein. Ob diese für
Sie geeignet sind, sollten Sie mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt besprechen.

Auch Blutuntersuchungen können bei individuellen gesundheitlichen Fragestellungen hilfreich
sein. Allerdings ist nicht nachgewiesen, dass routinemäßige Kontrollen bestimmter Blutwerte
bei allen Menschen mit AMD das Fortschreiten der Erkrankung verhindern.

Meine Begleitung bei Makuladegeneration

Seit über 17 Jahren begleite ich in meiner Praxis in Erkelenz Menschen mit
Makuladegeneration, vor Ort und online. Dabei ist es mir wichtig, die Erkrankung
verständlich zu erklären und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sie Ihren Alltag und Ihre
allgemeine Gesundheit bewusst unterstützen können.

Meine ganzheitliche Begleitung versteht sich als Ergänzung zur augenärztlichen Behandlung,
nicht als deren Ersatz.

Wie ich dazu gekommen bin und welche Unterstützung ich anbiete, erfahren Sie auf meiner Seite
Makuladegeneration ganzheitlich begleiten.

Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren? Dann rufen Sie mich gerne an:
02432 90 49 45 9

Mein Buch „MAKULA…WAS?“
erklärt die Erkrankung verständlich und zeigt, welche Rolle Ernährung und Lebensstil im
Umgang mit Makuladegeneration spielen können.

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information.
Er ersetzt weder eine augenärztliche Untersuchung noch eine individuelle medizinische
Beratung oder Behandlung. Insbesondere bei neu auftretenden Sehveränderungen ist eine
zeitnahe augenärztliche Abklärung erforderlich.

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