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Autor: Andrea Schnitzler

Schlafmangel fördert Fressattacken

Schlaf und Übergewicht: Warum guter Schlaf wichtig ist

Wie guter Schlaf Ihnen beim Abnehmen helfen kann

Stellen Sie sich vor, dass Schlaf einen positiven Einfluss auf Ihr Gewicht haben kann. Spannend, oder? Eine wachsende Anzahl von Studien zeigt, dass ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf wichtige Faktoren sind, um ein gesundes Körpergewicht zu halten. Das bedeutet, indem Sie Ihrem Schlaf genügend Aufmerksamkeit schenken, können Sie nicht nur Ihrem allgemeinen Wohlbefinden zugutekommen, sondern auch Ihr Gewicht besser kontrollieren.

Immer mehr Menschen haben mit Fettleibigkeit zu kämpfen? Vielleicht sind auch Sie betroffen. Oft wird dies auf eine erhöhte Kalorienaufnahme und weniger Bewegung zurückgeführt. Aber wussten Sie, dass es noch eine weitere wichtige Variable gibt, die zu Gewichtsproblemen beitragen kann? Ja, Sie haben richtig geraten – der Schlaf! Forschungsergebnisse zeigen, dass Schlafmangel und schlechte Schlafqualität Einfluss auf unser Gewicht haben können. Daher frage ich jeden Patienten, der abnehmen möchte nach seiner Schlafqualität sowie Schlafdauer.

Was die Forschung über Schlaf und Gewicht sagt

Es wird immer deutlicher, dass der Schlaf eine entscheidende Rolle für unser Körpergewicht spielt. Wissenschaftler haben begonnen, die Verbindungen zwischen Schlaf, unserer Umgebung und Fettleibigkeit genauer zu erforschen. Und was sie herausgefunden haben, ist ziemlich interessant: Schlafmangel und schlechter Schlaf stehen nicht nur mit verschiedenen Gesundheitsproblemen, sondern auch mit Fettleibigkeit in Verbindung. Das bedeutet, dass es sich lohnt, unseren Schlaf genauer unter die Lupe zu nehmen und ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Was Sie über den Schlaf wissen sollten

Schlaf ist nicht nur Schlaf. Es gibt verschiedene Phasen, die unterschiedliche Funktionen haben und auch mit unserem Gewicht zusammenhängen können. Einige dieser Phasen beeinflussen unsere Hormone und können somit Einfluss auf unser Gewicht nehmen. Die Schlafphasen sind: Einschlafphase, leichter Schlaf, Tiefschlaf, leichter Schlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf.

Der Tiefschlaf – Die Phase der Erholung

Schlaf und die Regulation von Leptin und Ghrelin: Forscher haben intensiv daran gearbeitet, den Zusammenhang zwischen Schlaf und Fettleibigkeit zu verstehen. Dabei haben sie einen wichtigen hormonellen Zusammenhang entdeckt. Insbesondere spielen die Hormone Leptin und Ghrelin eine entscheidende Rolle. Diese Hormone sind maßgeblich für die Regulation von Appetit und Sättigung verantwortlich. Eine gestörte Aktivität von Leptin und Ghrelin kann das Gewicht beeinflussen und zu Fettleibigkeit führen.

Im Schlaf durchlaufen wir verschiedene Phasen, die unterschiedliche Funktionen haben. Der Tiefschlaf ist dabei von entscheidender Bedeutung für Ihre körperliche Erholung. In dieser Phase sind die Muskeln entspannt, die Augen völlig ruhig, der Stoffwechsel verlangsamt sich sowie die Zellteilung und die Regulation von Hormonen. Insbesondere werden Hormone wie Leptin und Ghrelin beeinflusst, die Ihr Sättigungsgefühl steuern. Leptin erzeugt ein Gefühl der Sättigung, während Ghrelin Ihr Verlangen nach Essen steigert. Der Tiefschlaf ist auch eine Zeit der mentalen Entspannung, in der Ihr Gehirn zur Ruhe kommt.

Weitere Probleme durch Schlafmangel auf die Psyche:

Ein Mangel an Tiefschlaf kann zu verschiedenen Problemen führen. Psychologisch gesehen können sich aggressives Verhalten und Stimmungsschwankungen entwickeln. Bei Kindern kann ein Mangel an Tiefschlaf zu Aufmerksamkeitsproblemen und einer beeinträchtigten akademischen Leistung führen.
Insgesamt ist der Tiefschlaf eine wesentliche Phase des Schlafs, in der Ihr Körper zur Ruhe kommt, sich regeneriert und wichtige Hormone reguliert werden. Indem Sie genügend Tiefschlaf bekommen, können Sie die Grundlage für eine gute körperliche und psychische Gesundheit legen. Also sorgen Sie dafür, dass Sie genug Zeit für eine qualitativ hochwertige Nachtruhe einplanen und Ihrem Körper die Erholung ermöglichen, die er benötigt. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um im Tiefschlaf wirklich zur Ruhe zu kommen, und starten Sie ausgeruht und erfrischt in einen neuen Tag.

Wenig Schlaf fördert Fressattacken

Vielleicht kennen Sie das auch? Wer unter Schlafmangel leidet am nächsten Tag unter Heißhunger auf schnelle Kohlehydrate wie Süßigkeiten, Brot etc.
Der Zusammenhang zwischen Schlaf und Übergewicht ist komplex und noch nicht vollständig erforscht. Es wurde festgestellt, dass der Schlaf einen erheblichen Einfluss auf Lebensgewohnheiten, insbesondere die Ernährung, haben kann. Studien deuten darauf hin, dass Schlafmangel mit einem höheren Verzehr von energiereichen Lebensmitteln in Verbindung gebracht wird. Es wurde auch festgestellt, dass ausreichender Schlaf mit einer gesünderen Ernährung, einschließlich höherem Obst- und Gemüsekonsum, assoziiert ist. Diese Beobachtungen stützen den Zusammenhang zwischen Schlaf und Fettleibigkeit, obwohl weitere Forschung erforderlich ist, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen. Es ist möglich, dass Menschen mit besseren Essgewohnheiten auch bessere Schlafgewohnheiten haben, und es ist wichtig, diesen Zusammenhang weiter zu untersuchen.

Wie viel Schlaf benötigen wir?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie lange Sie eigentlich schlafen sollten? Gesunder Schlaf ist von großer Bedeutung für Ihre körperliche und geistige Gesundheit. Die optimale Schlafdauer kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein und hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Geschlecht und Lebensstil ab.
Die Schlafdauer variiert je nach Alter. Laut der National Sleep Foundation wird Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen, jede Nacht 7 bis 9 Stunden zu schlafen. Für ältere Erwachsene ab 65 Jahren sind 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht empfehlenswert. Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren benötigen 8 bis 10 Stunden Schlaf, während Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren 9 bis 11 Stunden Schlaf benötigen.

Der Schlafbedarf ist individuell

Es ist wichtig zu beachten, dass dies allgemeine Empfehlungen sind und individuelle Unterschiede bestehen können. Manche Menschen fühlen sich bereits nach weniger Schlaf ausgeruht, während andere mehr Ruhezeit benötigen, um sich erholt zu fühlen. Hören Sie auf Ihren Körper und achten Sie auf Anzeichen von Müdigkeit oder Energiemangel. Wenn Sie regelmäßig Schwierigkeiten haben, ausreichend Schlaf zu bekommen oder sich nicht erholt fühlen, ist es ratsam, dies mit einem Arzt oder einem Schlafspezialisten zu besprechen.
Denken Sie daran, dass ausreichender Schlaf ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils ist. Indem Sie genug Zeit für Ihren Schlaf einplanen und qualitativ hochwertigen Schlaf fördern, können Sie Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Fazit: Die neuesten Forschungsergebnisse zeigen uns, dass Schlafmangel und schlechte Schlafqualität mit Gewichtsproblemen zusammenhängen können. Um das Risiko von Fettleibigkeit und anderen gesundheitlichen Problemen zu verringern, ist es wichtig, den Schlaf als einen bedeutenden Aspekt des Gewichtsmanagements anzuerkennen. Wenn Sie bewusst auf guten Schlaf achten, können Sie positive Auswirkungen auf Ihr allgemeines Wohlbefinden und Ihre Gewichtskontrolle haben. Gönnen Sie sich also eine erholsame Nacht und nehmen Sie den Schlaf ernst – Ihr Körper wird es Ihnen danken!

 

Diagnose AMD und jetzt

Diagnose Makuladegeneration: Gut vorbereitet zum Augenarzt

Andrea Schnitzler · Diplom Ökotrophologin (FH) und Heilpraktikerin 

Aktualisiert am 30.10.2026

Vielleicht steht Ihr nächster Augenarzttermin schon im Kalender. Sie möchten wissen, wie es Ihren Augen geht. Und doch bleiben nach der Untersuchung manchmal Fragen offen: Was bedeutet „stabil“ genau? Hat sich auf den Aufnahmen etwas verändert? Und worauf soll ich bis zum nächsten Termin achten?

Eine Nachricht aus meiner Facebook-Gruppe hat mich besonders beschäftigt. Ein Mitglied berichtete, dass der Befund über Jahre als stabil beschrieben worden sei und nun plötzlich Injektionen notwendig würden. Zurück blieb die Unsicherheit: Seit wann hatte sich etwas verändert, und was war bei den früheren Terminen zu sehen?

Ohne die Befunde kann nicht beurteilt werden, ob damals bereits eine Behandlung nötig gewesen wäre. Die Schilderung zeigt aber, wie wichtig verständliche Erklärungen und ein nachvollziehbarer Verlauf für Betroffene sind. Deshalb möchte ich Ihnen helfen, sich auf Ihre Termine vorzubereiten. Sie müssen dafür kein medizinisches Fachwissen mitbringen.

Erst einmal durchatmen: Sie müssen nicht heute alles verstehen

Eine AMD-Diagnose kann verunsichern. Vielleicht denken Sie sofort ans Lesen, Autofahren oder an Ihre Selbstständigkeit. Bevor Sie sich durch immer neue Informationen arbeiten, klären Sie mit Ihrer Augenarztpraxis zunächst: Welche Form und welches Stadium liegen vor? Was ist jetzt notwendig, und wann findet der nächste Termin statt?

Wenn Sie die Grundlagen nachlesen möchten, finden Sie diese auf meiner Seite Was ist Makuladegeneration?. Hier geht es darum, wie Sie Ihre eigene Situation besser verstehen und im Gespräch die Fragen stellen, die Ihnen wichtig sind.

Wichtig bei neuen Beschwerden: Wenn gerade Linien plötzlich wellig erscheinen, ein neuer dunkler Fleck auftritt oder Ihr Sehen rasch schlechter wird, kontaktieren Sie umgehend Ihre Augenarztpraxis oder eine augenärztliche Notfallversorgung. Warten Sie damit nicht bis zum nächsten Kontrolltermin. Ruhe bewahren und rasch handeln schließen sich nicht aus. [1]

Wenn der Arzt sagt „stabil“: Fragen Sie, was damit gemeint ist

Das Wort klingt beruhigend. Damit Sie wissen, worauf es sich bezieht, können Sie nachfragen:

„Ist meine Sehschärfe stabil, sind die Netzhautaufnahmen unverändert – oder trifft beides zu?“

Eine Sehschärfemessung und eine OCT-Aufnahme liefern unterschiedliche Informationen. Das OCT zeigt die Netzhaut in Schichten. Bei einer feuchten AMD spielen unter anderem Flüssigkeit und weitere Aktivitätszeichen eine Rolle. Wie diese Befunde zusammen zu bewerten sind, erklärt Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt. Auch die Art und Lage von Flüssigkeit können für die Entscheidung wichtig sein; ein einzelner Messwert genügt nicht zur eigenen Beurteilung. [1–3]

Bitten Sie darum, den heutigen Befund mit den vorherigen Aufnahmen zu vergleichen. Ein Satz wie „Zeigen Sie mir bitte, was heute gleich geblieben ist und was sich verändert hat“ kann das Gespräch sehr konkret machen.

Acht Fragen, die Sie zum nächsten Termin mitnehmen können

Sie müssen nicht alle Fragen auf einmal stellen. Markieren Sie vorher die drei, die für Sie gerade am wichtigsten sind.

  1. Welche Form und welches Stadium der AMD habe ich an jedem Auge? Sind rechts und links unterschiedlich betroffen?
  2. Was hat sich seit dem letzten Termin verändert? Betrifft es die Sehschärfe, das OCT oder andere Untersuchungsbefunde?
  3. Gibt es Zeichen einer aktiven feuchten AMD? Was genau zeigen die Aufnahmen und die Untersuchung?
  4. Warum empfehlen Sie heute eine Behandlung – oder weiterhin Beobachtung? Was ist das Ziel, und wie dringend ist der nächste Schritt?
  5. Falls Injektionen nötig sind: Welches Medikament bekomme ich und wie sieht der Plan aus? Woran wird entschieden, ob die Abstände verändert werden können?
  6. Wann ist die nächste Kontrolle und welche Untersuchungen sind vorgesehen? Welche Veränderungen wären ein Grund, früher zu kommen?
  7. Wie soll ich mein Sehen zu Hause beobachten? Ist ein Amsler-Gitter für mich geeignet, wie oft soll ich es nutzen und wen erreiche ich bei Auffälligkeiten?
  8. Was ist für meinen Alltag sinnvoll? Kommen eine vergrößernde Sehhilfe, Sehrehabilitation oder eine AREDS2-Nährstoffkombination für meinen konkreten Befund infrage?

Am Ende können Sie in eigenen Worten zusammenfassen: „Habe ich richtig verstanden, dass …?“ So merken beide Seiten, ob noch etwas unklar geblieben ist. Auch das National Eye Institute empfiehlt für Menschen mit AMD vorbereitete Arztfragen und eine Dokumentation der Beschwerden. [4]

Eine Befundmappe schafft Überblick

Eine einfache Mappe reicht. Wenn Sie lieber digital arbeiten, können Sie die Unterlagen auch in einem übersichtlichen Ordner sammeln. Hilfreich sind:

  • Befundberichte und Untersuchungsergebnisse: möglichst mit Datum und Zuordnung zum rechten oder linken Auge. Fragen Sie nach Kopien der Berichte und nach verfügbaren OCT-Aufnahmen oder Ausdrucken.
  • Sehschärfewerte im Verlauf: Lassen Sie erklären, ob mit der bestmöglichen Brillenkorrektur gemessen wurde und wie der Vergleich zum letzten Termin ausfällt.
  • Behandlungen: Datum, behandeltes Auge und Medikament, soweit bekannt.
  • Medikamente, Nahrungsergänzungen und vorhandene Laborbefunde: Eine aktuelle Liste oder Fotos der Packungen helfen, den Überblick zu behalten.
  • Ihre eigenen Beobachtungen und Fragen: Seit wann fällt das Lesen schwerer? Sind Linien verändert? Betrifft es ein bestimmtes Auge?

Meine Notizen zum Augenarzttermin

  • Datum:
  • Rechtes Auge: Befund und Sehschärfe
  • Linkes Auge: Befund und Sehschärfe
  • Was hat sich seit dem letzten Termin verändert?
  • Behandlung und nächster Termin:
  • Meine offenen Fragen:

Wenn bei den Untersuchungen unterschiedliche Geräte oder Testbedingungen verwendet wurden, lassen Sie sich erklären, wie gut die Werte vergleichbar sind. Notieren Sie nach dem Termin zwei oder drei Sätze. Das ist oft hilfreicher, als sich später an jedes Detail erinnern zu wollen.

Wenn nach langer Stabilität plötzlich gespritzt werden soll

Auch wenn die Diagnose Makuladegeneration schon länger zurückliegt und der Verlauf bisher unauffällig war, kann sich die Erkrankung verändern. Bei einer aktiven feuchten AMD können Anti-VEGF-Injektionen notwendig werden. Sie sollen den Austritt von Flüssigkeit und Blut aus krankhaften Gefäßen begrenzen und das Sehvermögen möglichst erhalten; bei manchen Menschen verbessert es sich. Häufig sind wiederholte Behandlungen erforderlich. [2]

Wenn Sie überrascht sind, fragen Sie: „Was ist neu dazugekommen? War diese Veränderung schon auf der vorherigen Aufnahme zu erkennen? Und warum ist jetzt der Zeitpunkt für die Behandlung?“

Es ist verständlich, rückblickend Klarheit haben zu wollen. Klären Sie zugleich, was jetzt ansteht. Schieben Sie eine als dringend empfohlene Behandlung nicht zugunsten von Blutuntersuchungen, Ernährungsberatung oder ergänzenden Verfahren auf. Falls Sie eine zweite augenärztliche Einschätzung möchten, sprechen Sie an, wie diese ohne unnötige Verzögerung organisiert werden kann. [1,2]

Lassen Sie sich auch die Hinweise für die Zeit nach einer Injektion erklären und eine Kontaktnummer geben. Bei zunehmenden Schmerzen oder einer Sehverschlechterung nach der Behandlung sollen Sie sich sofort augenärztlich melden. [5]

Gehören Blutwerte auch in die Mappe?

Ja, vorhandene Laborbefunde können sinnvoll sein, besonders bei zusätzlichen Erkrankungen, einem Mangelverdacht oder Fragen zur Ernährung. Wie aktiv die AMD ist und ob eine Injektion nötig ist, lässt sich daraus aber nicht ablesen. Dafür sind die augenärztlichen Befunde entscheidend.

Als Diplom-Ökotrophologin schaue ich auch darauf, welche Fragen sich für Ernährung und allgemeine Gesundheit ergeben. Ein erhöhter Homocysteinwert kann insbesondere Anlass sein, die B-Vitamin-Versorgung und andere mögliche Ursachen zu prüfen. Einige Studien fanden Zusammenhänge mit AMD; sie belegen keine Behandlung einer bestehenden AMD durch das Senken des Werts. [6]

Auch Vitamin D und hs-CRP benötigen eine konkrete Frage: Ein Vitamin-D-Mangel ist von einem erhofften Nutzen gegen AMD zu unterscheiden. Die VITAL-Studie zeigte insgesamt keinen signifikanten AMD-Nutzen der zusätzlichen Vitamin-D-Einnahme; eine genetisch-epidemiologische Untersuchung vom Oktober 2026 stützt ebenfalls keinen ursächlichen Schutz durch höhere Spiegel. hs-CRP ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, kein Aktivitätstest für die Makula. [7–9]

Sie brauchen deshalb nicht vorsorglich ein großes Laborpaket. Besprechen Sie, welche Werte in Ihrer Situation eine sinnvolle Frage beantworten. Eine ausführlichere Einordnung finden Sie im Abschnitt Ernährung und Blutwerte bei Makuladegeneration.

Auch Ihre Sorgen dürfen im Arztgespräch Platz haben

Vielleicht schlafen Sie vor Kontrollen schlecht oder merken, dass sich Ihre Gedanken ständig um die Augen drehen. Schreiben Sie auch das auf. Eine einfache persönliche Einschätzung – „Wie belastet fühle ich mich heute von 0 bis 10?“ – kann helfen, Veränderungen wahrzunehmen. Das ist eine Alltagshilfe, kein medizinischer Messwert für AMD.

Eine Studie von 2025 fand einen Zusammenhang zwischen einer höheren körperlichen Gesamtbelastung, gemessen anhand mehrerer Biomarker, und AMD. Das war keine Untersuchung, in der Stressabbau als Behandlung getestet wurde. Aus solchen Ergebnissen lässt sich weder ableiten, dass Ihre Sorgen die Erkrankung verursacht haben, noch dass Entspannung die Netzhautveränderungen aufhält. [10]

Für die seelische Unterstützung gibt es eigene Forschung: Eine randomisierte Studie bei Menschen mit AMD, Sehbehinderung und beginnenden depressiven Beschwerden lieferte Hinweise, dass eine Kombination aus verhaltensorientierter Unterstützung und Sehrehabilitation Depressionen vorbeugen kann. Untersucht wurde die psychische Gesundheit, keine Heilung der Makula. [11]

Wenn Angst, Niedergeschlagenheit oder Schlafprobleme anhalten, sprechen Sie Ihre Augenarzt- oder Hausarztpraxis darauf an. Unterstützung anzunehmen gehört ebenso zur Versorgung wie die Frage nach einer passenden Sehhilfe.

Mit drei klaren Antworten nach Hause gehen

Sie müssen beim nächsten Termin nicht jede Fachabkürzung verstehen. Mein Vorschlag ist, drei Antworten mitzunehmen: Wie ist der Befund heute? Was passiert als Nächstes? Und wann muss ich mich früher melden?

Nehmen Sie, wenn Sie möchten, eine vertraute Person mit. Sie kann zuhören und beim Notieren helfen. So müssen Sie die Informationen nicht allein festhalten.

Wenn Sie anschließend Fragen zu Ernährung, vorhandenen Blutwerten oder Nahrungsergänzungen haben, unterstütze ich Sie gern in meiner Praxis in Erkelenz oder online. Die Beurteilung Ihrer Netzhaut und die Entscheidung über augenärztliche Behandlungen bleiben bei Ihrer Augenarztpraxis.

Mehr zur Makuladegeneration und meiner ergänzenden Begleitung · Kontakt aufnehmen

Quellen und Einordnung

Die Fragenliste, Befundmappe und Verlaufstabelle sind praktische Vorschläge zur Gesprächsvorbereitung. Sie sind kein geprüftes Verfahren zur Verhinderung einer AMD‑Verschlechterung. Die Schilderung aus meiner Facebook-Gruppe ist eine persönliche Mitteilung und keine medizinisch überprüfte Fallanalyse.

  1. National Eye Institute: AMD – Untersuchungen, Symptome und Warnzeichen.
  2. National Eye Institute: Behandlung der feuchten AMD.
  3. Guymer et al., 2019: FLUID-Studie, 24-Monats-Ergebnisse. Randomisierte Studie zu unterschiedlichen OCT-basierten Behandlungsstrategien bei mit Ranibizumab behandelter nAMD; keine Anleitung zur Selbstbeurteilung von Flüssigkeit im OCT.
  4. National Eye Institute: Gesprächsleitfaden für Menschen mit AMD.
  5. National Eye Institute: Injektionen zur Behandlung von Augenerkrankungen.
  6. Gopinath et al., 2013: Homocystein, Folat, Vitamin B12 und AMD-Neuerkrankungen. Beobachtungsstudie; kein Nachweis einer Behandlungswirkung durch Homocysteinsenkung.
  7. Christen et al., 2020: Vitamin D und Omega-3, randomisierte VITAL-Studie.
  8. Beheshti et al., 2026: Vitamin D und AMD, Bevölkerungs- und genetische Analysen.
  9. MedlinePlus: CRP und hs-CRP.
  10. Yoo et al., 2025: Allostatische Belastung und AMD im All-of-Us-Programm. Retrospektive Beobachtungsstudie; kein Wirksamkeitsnachweis für Stressabbau als AMD-Therapie.
  11. Rovner et al., 2014: Low Vision Depression Prevention Trial. Randomisierte Studie zur Depressionsprävention bei einer ausgewählten Patientengruppe; kein Nachweis einer Wirkung auf den anatomischen AMD-Verlauf.

Die Informationen ersetzen keine individuelle augenärztliche Untersuchung oder Behandlung.

Bauchfett als Risiko bei AMD

Übergewicht und Makuladegeneration – wie hängt das zusammen?

Übergewicht und Makuladegeneration (AMD) – warum Bauchfett Ihre Sehkraft beeinträchtigen kann

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für Sehverschlechterungen im höheren Lebensalter. Neben Alter, genetischer Veranlagung und Rauchen rückt in den letzten Jahren ein weiterer Faktor immer stärker in den Fokus: Übergewicht – vor allem Bauchfett.

Wichtige Botschaft vorweg:

Sie sind Ihrer Erkrankung nicht einfach ausgeliefert. Zentraler betrachtet: Ihr Bauchumfang und Ihre Stoffwechselsituation spielen eine Rolle – und darauf können Sie Einfluss nehmen.

Warum Übergewicht für die Augen problematisch ist

Übergewicht ist nicht nur „zusätzliches Gewicht“, das wir mit uns herumtragen. Besonders das viszerale Bauchfett ist stoffwechselaktiv. Es setzt Entzündungsbotenstoffe frei, beeinflusst Blutzucker, Blutdruck und Blutfette – und damit auch die feinen Gefäße, die Ihre Netzhaut und die Makula versorgen.

Für die Makula, das Zentrum des scharfen Sehens, ist eine gute Durchblutung und ein möglichst entzündungsarmes Umfeld entscheidend. Chronisch erhöhte Entzündungswerte und ein ungünstiger Stoffwechsel können diese empfindliche Struktur zusätzlich belasten.

Bauchumfang statt nur BMI im Blick

Neuere Auswertungen zeigen: Maße für Bauchfett wie Taillen- und Taille-Hüft-Umfang hängen oft stärker mit Augenerkrankungen zusammen als der Body-Mass-Index (BMI) allein. Das gilt auch für die Makuladegeneration.

Was zeigt die australische Langzeitstudie?

In einer großen, viel zitierten Studie aus Australien (Atherosclerosis Risk in Communities Study) wurden über 12.000 Menschen im Alter von 45–64 Jahren über sechs Jahre begleitet. Untersucht wurde, wie sich die Taille-Hüft-Relation (waist-hip-ratio, WHR) – also ein Maß für Bauchfett – auf das spätere Auftreten von AMD auswirkt.

Kernaussagen der Studie – einfach erklärt

  • Je höher die Taille-Hüft-Relation, desto höher das Risiko für AMD.
  • Eine Abnahme der Taille-Hüft-Relation um ca. 3 % ging mit einem deutlich niedrigeren AMD-Risiko einher.
  • Bei Teilnehmenden, die zu Beginn <strongadipös>adipös (BMI ≥ 30) waren, war der Effekt besonders ausgeprägt:
    Gewichts- bzw. Bauchfettreduktion wurde mit bis zu 59 % geringeren AMD-Chancen in Verbindung gebracht.

Wichtig: Die Studie zeigt Zusammenhänge, aber sie beweist keine Heilung. Sie unterstreicht jedoch: Weniger Bauchfett kann das Risiko für AMD deutlich senken.

(nach Peeters A. et al., Arch Ophthalmol 2008; sowie späteren Auswertungen zum Zusammenhang von Adipositas, Bauchfett und AMD)

Aktueller Stand der Forschung

Neuere Übersichtsarbeiten und Analysen bestätigen, dass Adipositas und insbesondere zentrale Fettverteilung mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Augenerkrankungen, darunter auch AMD, verbunden sind. Maße wie Taille-Hüft-Relation oder der sogenannte weight-adjusted waist index werden inzwischen als besonders aussagekräftig diskutiert.

Die Botschaft der letzten Jahre lässt sich zusammenfassen als:
Je ungünstiger Stoffwechsel und Bauchfett-Verteilung, desto höher das Risiko für chronische Gefäß- und Netzhautschäden – und umgekehrt.

Was bedeutet das konkret für Sie?

Sie haben die AMD oder erste Veränderungen in der Makula – und gleichzeitig zu viel Bauchfett? Dann lohnt es sich aus augenheilkundlicher Sicht doppelt, an Ihrem Gewicht und Ihrem Stoffwechsel zu arbeiten.

  • Schon kleine Veränderungen zählen: Mehr Bewegung im Alltag, weniger Zucker und Weißmehl, weniger stark verarbeitete Fette.
  • Bauchumfang im Blick: Nicht nur die Zahl auf der Waage, sondern vor allem der Umfang in der Taille gibt Hinweise auf Ihr Risiko.
  • Entzündungen senken: Antientzündliche Ernährung, ausreichend Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und eine gute Mikronährstoffversorgung können die Netzhaut zusätzlich schützen.

Aus meiner Praxis:
Immer wieder berichten mir Patientinnen und Patienten, dass ihre Augenärzt:innen sagen:
„Eigentlich müsste Ihre Sehkraft schlechter sein – was auch immer Sie machen, machen Sie bitte weiter so.“
Das ist kein Heilversprechen. Aber ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich konsequente Veränderungen bei Gewicht, Ernährung und Lebensstil lohnen können.

Gewichtsreduktion: Entlastung für Augen und Stoffwechsel

Gewicht zu verlieren ist oft eine Herausforderung – besonders dann, wenn schon andere Erkrankungen oder Einschränkungen vorliegen. Gleichzeitig zeigt sich: Jeder Schritt in Richtung normalerer Bauchumfang kann Ihre Gefäße, Ihren Stoffwechsel und damit auch Ihre Augen entlasten.

  • Mehr Bewegung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten (Spaziergänge, gelenkschonende Aktivität, Alltagsbewegung).
  • Eine antientzündliche, blutzuckerfreundliche Ernährung, die zu Ihrem Leben passt.
  • Gezielte Anpassung – statt Crash-Diäten: lieber dauerhaft 5–10 % Gewicht verlieren, als kurzfristig viel und dann wieder zunehmen.

Wenn Sie Unterstützung brauchen, kann eine individuelle Ernährungs- und Lebensstilberatung helfen, einen Weg zu finden, der sowohl für Ihre Augen als auch für Ihr Wohlbefinden machbar ist.

Fazit: Bauchfett ernst nehmen – aber ohne Angst, sondern mit Plan

Die Forschung zeigt: Übergewicht, insbesondere Bauchfett, ist ein relevanter Risikofaktor für die Makuladegeneration. Gleichzeitig gibt es eine gute Nachricht: Reduziert sich das Bauchfett, scheint sich auch das Risiko für AMD und deren Fortschreiten zu verringern.

Sie können also zweifach profitieren: Ihr Herz-Kreislauf-System, Ihre Gelenke, Ihr Stoffwechsel – und Ihre Augen danken es Ihnen.

Denken Sie daran:
Sie haben Ihre Augengesundheit nicht vollständig in der Hand – aber mehr Einfluss, als Ihnen oft gesagt wird. Jeder Zentimeter weniger Bauchumfang kann ein Schritt zu besseren Bedingungen für Ihre Netzhaut sein.

Hinweis

Dieser Blogbeitrag basiert auf Studienergebnissen und fachlichen Quellen, ersetzt aber keine persönliche ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrem Augenarzt, Hausarzt oder Heilpraktiker, bevor Sie größere Veränderungen vornehmen oder Therapien beginnen oder beenden.

Ihr kostenloser Mini-Guide: Die 3 wichtigsten Blutwerte bei AMD

Viele meiner Patientinnen und Patienten erzählen mir, dass sie zwar Laborwerte haben – aber nicht genau wissen, welche davon für die Makuladegeneration wirklich wichtig sind.

In meinem kostenlosen Mini-Guide stelle ich Ihnen drei zentrale Blutwerte vor, die bei AMD eine besondere Rolle spielen – verständlich erklärt und mit Hinweisen, was Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen können.

  • 💡 welche Werte entscheidend sind,
  • 💡 was sie bedeuten,
  • 💡 und wie Sie Ihre Ergebnisse gezielt ansprechen können.

Tragen Sie sich ein und erhalten Sie den PDF-Guide direkt in Ihr E-Mail-Postfach.



 

Über die Autorin

Andrea Schnitzler, Dipl. Ökotrophologin und Heilpraktikerin, arbeitet seit vielen Jahren mit Menschen, die an Makuladegeneration und anderen chronischen Augenerkrankungen leiden. In ihrem Naturheilzentrum in Erkelenz verbindet sie schulmedizinische Befunde mit ganzheitlichen Ansätzen wie Ernährungstherapie, antientzündlicher Lebensstilberatung und Augenakupunktur nach Prof. Boel.

Rauchen Sehkraft

Rauchen und altersbedingte Makuladegeneration

Rauchen und Makuladegeneration – warum jede Zigarette Ihre Netzhaut betrifft

Viele Menschen denken beim Rauchen zuerst an Lunge, Herz oder Gefäße – aber kaum jemand an die Augen. Dabei gehört Rauchen zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für die altersbedingte Makuladegeneration (AMD).

Studien zeigen: Menschen, die rauchen, haben ein etwa zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, an AMD zu erkranken, verglichen mit Nichtrauchern.
Außerdem entwickeln sie die Erkrankung im Durchschnitt mehrere Jahre früher und der Verlauf kann schneller voranschreiten.

Die gute Nachricht: Wer aufhört zu rauchen, kann sein Risiko deutlich senken – und auch bei bestehender AMD lohnt sich jeder Rauchstopp.

Rauchen und Makuladegeneration: Was Studien zeigen

Zahlreiche Untersuchungen haben den Zusammenhang zwischen Rauchen und Makuladegeneration analysiert – mit einem klaren Ergebnis:

  • Raucher haben ein 2–4-fach erhöhtes Risiko, an AMD zu erkranken, im Vergleich zu Menschen, die nie geraucht haben.

  • Aktuelle und ehemalige Raucher entwickeln AMD im Schnitt mehrere Jahre früher als Nichtraucher – je nach Studie 5 bis etwa 10 Jahre früher.

  • Auch der Krankheitsverlauf kann ungünstiger sein: Die Erkrankung schreitet häufiger schneller voran und reagiert schlechter auf Therapien.

Einige Auswertungen kommen zu dem Schluss, dass Rauchen der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für AMD ist – noch vor Ernährung oder anderen Lebensstilfaktoren.

Das bedeutet nicht, dass jede Raucherin und jeder Raucher zwingend Makuladegeneration bekommt – aber das Risiko steigt deutlich.

Was passiert im Auge, wenn Sie rauchen?

Zigarettenrauch enthält tausende chemische Substanzen – darunter Nikotin, freie Radikale, Schwermetalle und Stoffe wie Hydrochinon. Diese Mischung wirkt auf mehreren Ebenen:

1. Oxidativer Stress und Zellschäden

  • Giftstoffe aus dem Rauch gelangen über die Lunge in den Blutkreislauf und damit auch in die feinen Gefäße der Netzhaut.

  • In den Zellen entstehen vermehrt reaktive Sauerstoffspezies (ROS) – aggressive Sauerstoffverbindungen.

  • Diese führen zu oxidativem Stress, schädigen Mitochondrien (die „Kraftwerke“ der Zellen) und belasten das Pigmentepithel.

Auf Dauer können solche Prozesse die empfindlichen Strukturen in der Makula schwächen und den Boden für eine Makuladegeneration bereiten.

2. Entzündungen und Gefäßschäden

  • Rauchen fördert chronische Entzündungsprozesse im gesamten Körper – auch im Auge.

  • Die Gefäße verengen sich, die Durchblutung der Netzhaut verschlechtert sich.

  • Sauerstoff und Nährstoffe kommen schlechter an, Abfallstoffe werden weniger gut abtransportiert.

Gerade die Makula ist auf eine sehr gute Durchblutung und Versorgung angewiesen – jede Verschlechterung wirkt sich hier besonders aus.

Wie stark beeinflusst Rauchen das Risiko für AMD?

Vereinfacht lässt sich sagen:

  • Aktuell Rauchende
    – haben ein etwa 2–4-fach erhöhtes Risiko, an AMD zu erkranken,
    – entwickeln die Erkrankung im Durchschnitt spürbar früher,
    – zeigen häufiger einen schnelleren Verlauf.

  • Ehemalige Raucher
    – haben zwar weiterhin ein erhöhtes Risiko,
    – profitieren aber deutlich davon, wenn sie das Rauchen beenden – das Risiko sinkt mit der Zeit.

Auch Passivrauchen wird in manchen Untersuchungen mit einem erhöhten AMD-Risiko in Verbindung gebracht.

Wichtig ist: Diese Zahlen beschreiben Wahrscheinlichkeiten. Sie zeigen aber, wie stark Rauchen und Makuladegeneration miteinander verknüpft sind.

Wenn Sie bereits AMD haben und noch rauchen

Für viele Betroffene ist der Gedanke schwer auszuhalten:

„Ich habe schon Makuladegeneration – und weiß, dass Rauchen es noch schlimmer machen kann.“

Gerade dann lohnt sich ein Blick nach vorne, statt zurück:

  • Sie können die Vergangenheit nicht ändern – aber heute entscheiden, wie es weitergeht.

  • Studien deuten darauf hin, dass Rauchstopp das Fortschreiten verlangsamen und die Prognose verbessern kann, insbesondere bei feuchter AMD.

Auch wenn die Diagnose schon gestellt ist:
Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören – Ihre Augen und Ihr gesamter Körper profitieren davon.

Wie ein Rauchstopp Ihre Augen entlastet

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören,

  • nimmt die Belastung durch freie Radikale und Giftstoffe ab,

  • die Durchblutung kann sich verbessern,

  • entzündliche Prozesse können sich beruhigen,

  • das Risiko für andere Augenprobleme wie Katarakt wird reduziert.

Viele Menschen berichten schon nach einigen Wochen über:

  • mehr Luft beim Gehen,

  • besseren Geruch- und Geschmackssinn,

  • mehr Energie – und das Gefühl, wieder etwas aktiv für sich zu tun.

Für die Augen ist der Effekt nicht von heute auf morgen sichtbar – aber jede Zigarette weniger bedeutet weniger Belastung für Makula und Netzhaut.

Unterstützung beim Rauchstopp – Sie müssen den Weg nicht allein gehen

Ein Rauchstopp ist für die meisten Menschen keine Kleinigkeit. Es ist völlig normal, dass:

  • die Angst vor Entzugserscheinungen da ist,

  • die Zigarette scheinbar „zu vielen Situationen gehört“,

  • und vielleicht schon mehrere Versuche hinter Ihnen liegen.

Es gibt heute viele Möglichkeiten, sich unterstützen zu lassen:

  • ärztliche Beratung und medikamentöse Hilfen

  • psychologische oder verhaltenstherapeutische Programme

  • Kurse zur Raucherentwöhnung

  • naturheilkundliche Begleitung, zum Beispiel mit Ohrakupunktur oder Entspannungstechniken

Wichtig ist nicht der „perfekte“ Weg, sondern dass Sie überhaupt anfangen, in Bewegung zu kommen.

Fazit: Rauchen und Makuladegeneration – jeder Schritt zählt

Rauchen gehört zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für die altersbedingte Makuladegeneration. Es erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, überhaupt zu erkranken, sondern kann auch dazu führen, dass AMD früher beginnt und schneller voranschreitet.

Die entscheidende Botschaft lautet:

  • Sie sind dem nicht einfach ausgeliefert.

  • Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Stadium – zur Vorbeugung ebenso wie bei bereits bestehender AMD.

  • Zusammen mit einer augenfreundlichen Ernährung, Bewegung und einem achtsamen Umgang mit Stress können Sie aktiv etwas für Ihre Augen tun.

Hinweis: Dieser Blogbeitrag basiert auf Studienergebnissen, darf jedoch nicht zur Selbstbehandlung oder Selbstdiagnose verwendet werden. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker zu sprechen, um individuelle Ratschläge und Empfehlungen zu erhalten. Ein Fachexperte kann Ihnen die bestmögliche Unterstützung bieten. Nutzen Sie die Informationen in diesem Artikel als Ausgangspunkt, um eine fundierte Diskussion über Ihre Augengesundheit zu führen.

Weitere Informationen zu Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und Alltagshilfen finden Sie auf meiner Übersichtsseite:
Makuladegeneration: Symptome, Behandlung und Alltag.

Autor: Andrea Schnitzler

Dipl. Ökotrophologin, Heilpraktikerin, Fachkosmetikerin. Mit einem Diplom in Oecotrophologie, einer zusätzlichen Qualifikation als Fachkosmetikerin und der Berufsbezeichnung als Heilpraktikerin bietet die Autorin ein breites Spektrum an Fachwissen und praktischen Fähigkeiten. Diese multidisziplinäre Ausbildung ermöglicht es ihr, Themen rund um Ernährung, Hautpflege und alternative Heilmethoden aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und umfassende, fundierte Beratung und Inhalte zu bieten.